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Die etwas anderen Caravans und Reisemobile

Hamburg/Großenhain (dpa/gms) - Auf Campingplätzen sind vor allem Fahrzeuge großer Markenhersteller wie Hymer, Dethleffs oder Hobby zu sehen. Doch gerade unter den Caravans und Reisemobilen finden sich auch viele ungewöhnliche Fahrzeuge.

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Ein Klassiker unter den Caravans sind die Trailer der US-Marke Airstream. Seit Jahrzehnten stehen sie mit ihren rundlichen Formen und der oft glänzend polierten Metallhülle für amerikanischen Lebensstil. In Deutschland sind Airstream-Caravans offiziell aber nicht erhältlich. Daniel Goldt aus Hamburg importiert sie daher und baut sie so um, dass sie auf deutschen Straßen unterwegs sein dürfen.

Die Preise für einen auf deutsche Verhältnisse angepassten Airstream richten sich danach, was der Kunde wünscht - denn auch Umbauten oder Optimierungen werden angeboten. Soll ein Airstream auf den beliebten Hochglanz gebracht werden, sind laut Goldt bis zu 300 Stunden Polierarbeit nötig. Ohne spezielle Extras gibt es TÜV-abgenommene Trailer zu Preisen ab etwa 15 000 Euro. Ende des Jahres soll außerdem auch werksseitig eine Europa-Version des aktuellen Airstream angeboten werden. Die Preise werden sich laut Goldt in der Region um 65 000 Euro bewegen.

Die Firma GFB im sächsischen Großenhain wiederum hat sich zur Aufgabe gemacht, Ideen für ein eigenes Caravan-Modell umzusetzen. Das Ergebnis heißt «Paul & Paula» und steht für zwei kompakte Wohnanhänger, die sich zum einen durch ein modernes Design auszeichnen und die zum anderen durch günstige Preise ab etwa 6000 Euro vor allem auf ein Publikum wie junge Familien zielen.

Zehn Exemplare seines Domo-Reisevans hat Jan Dohmeyer aus Bad Schwartau bisher verkauft. Der Ingenieur hat seine Erfahrungen in der Flugzeug- und Automobilindustrie gemacht, bevor er sich entschloss, sein Wissen in die Konstruktion eines eigenen Reisefahrzeugs zu stecken. Vor allem im Innenraum wurden Ideen umgesetzt, die im Caravan-Bereich bisher unbekannt waren.

Die Oberflächen bestehen aus Materialien, deren Struktur an die Armaturenbretter von Oberklasse-Limousinen erinnert. Die Dachschränke wiederum ähneln denen, die aus Passagierflugzeugen bekannt sind. Nachdem das Fahrzeug zuerst auf Mercedes-Basis präsentiert wurde, hat Dohmeyer nun den Unterbau gewechselt - gerade wurde eine überarbeite Version auf Grundlage des Crafter von Volkswagen vorgestellt.

Für Expeditionen in unwegsames Gelände sind die Fahrzeuge von Unicat im baden-württembergischen Dettenheim gedacht. «Es gibt Kunden, die in ihrer Heimat alle Zelte abbrechen und dann über Jahre nur in dem Fahrzeug leben und damit unterwegs sind», erklärt Inhaber Thomas Ritter. Weil so eine rollende Dauerbehausung natürlich den persönlichen Ansprüchen gerecht werden soll, wird von den Fahrzeugbauern nahezu jeder Ausstattungswunsch umgesetzt. Die Preise beginnen bei 200 000 Euro und gehen bis zu einer Million.

Ähnliche Summen sind auch für jene Fahrzeuge einzuplanen, die bei Vario-Mobil entstehen. Denn was hier gemacht wird, lässt sich einfach zusammenfassen: «Alles was möglich ist», sagt Sprecherin Jutta Röwer. Den Unterbau bilden in der Regel Lkw- oder Bus-Fahrgestelle, auf denen dann rollende Luxusvillen aufgebaut werden. Der Wohnraum lässt sich auf beiden Seiten durch elektrisch ausfahrbare Erker vergrößern. Und wer einmal die edlen Innenräume mit Leder und edlen Hölzern gesehen hat, der wird wohl nur noch ungern auf die Reisefahrzeuge von der Stange zurückgreifen.

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