Dieses Weihnachtsbild hat viele Geheimnisse

Interaktives Gemälde

Die „Anbetung der Hirten“ ist eines der berühmtesten Weihnachtsbilder der Kunstgeschichte. Um so erstaunter war das Team des Kölner Wallraf-Richartz-Museums, als es den Rückseitenschutz abnahm. Denn dort verbarg sich eine kleine Sensation. Zu Weihnachten lassen wir das Bild hier selbst sprechen und offenbaren seine Geheimnisse.

KÖLN/DORTMUND

, 24.12.2017, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerrit van Honthorst, Anbetung der Hirten, 1622, Öl auf Leinwand, Wallraf-Richartz-Museum, Foto: RBA Köln

Gerrit van Honthorst, Anbetung der Hirten, 1622, Öl auf Leinwand, Wallraf-Richartz-Museum, Foto: RBA Köln

In unserem interaktiven Gemälde zeigen wir, warum der Maler zwölf Zentimeter anstückelte und was die einzelnen Symbole auf dem Bild bedeuten.

Das Bild des Gerrit van Honthorst aus dem Jahr 1622 sollte eigentlich „nur“ restauriert werden. Doch als die Rückseite freilag, traute Anja K. Sevcik als Leiterin der Barockabteilung ihren Augen nicht. Ein 12,5 Zentimeter großes Stück des Meisterwerkes war an der oberen Kante nach innen umgeschlagen. „Das kommt nicht alle Tage vor“, erzählt Sevcik. Über den Eingriff, der nach 1940 erfolgte, gab es keine Aufzeichnungen.

Die Restaurierung entwickelte sich zu einer Spurensuche mit Röntgen- und Infrarotaufnahmen. Ob das Gemälde wirklich wegen der Kompositionswirkung verkleinert wurde, bleibt allerdings ein Rätsel. Die „Monuments Men“, die als US-Soldaten die Kunst schützten, fanden das Bild jedenfalls nach dem Krieg in einem Bergwerksstollen in Siegen wieder.

Gemälde, das man sehen muss

Die Ausstellung „Wundervoll“ im Kölner Wallraf-Richartz-Museum erzählt vom Schicksal des Bildes. Es gehört übrigens laut einem gleichnamigen Buch zu den „1001 Gemälden, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist“.