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Dona Lucis bekommt Geschenke des Lichts

NORDKIRCHEN Karl-Heinz Breddermann malt mit Licht. Dabei entstehen abstrakte Gebilde, geometrische Formen oder manchmal auch Figuren wie tanzende Menschen. Werke des Hammer Fotodesigners sind zurzeit in der Alten Schmiede an der Bergstraße zu sehen.

von Von Matthias Münch

, 16.08.2007
Dona Lucis bekommt  Geschenke des Lichts

Karl-Heinz Breddermann stellt sein Lichtobjekte in der Alten Schmiede vor.

Die Lichtzeichnungen zeigen filigrane Strukturen, komplexe Liniennetzwerke, Faltenwürfe und akzentuierte Überlagerungen. Sie unterliegen keinem kompositionellen Ordnungsprinzip. Aus der Verwandlung des vorhandenen Lichts in grafische Strukturen bezieht der Betrachter seinen ästhetischen Reiz.

Breddermann lässt Menschen mit Licht spielen. Und er experimentiert selbst mit Licht und den technischen Möglichkeiten seiner Kamera. Dabei entstehen, farbige Bilder, die ausgesprochen lebendig wirken, obwohl das schnelle Licht in ihnen eingefroren wird.

Riesige Dias wirken

Auf verschiedene Arten stellt Karl-Heinz Breddermann seine Lichtkompositionen dann vor. Zum Beispiel schafft er daraus Riesendias, die in beleuchteten, in der Regel quadratischen Glaskästen zu sehen sind. Sie wirken natürlich am eindrucksvollsten in einem dunklen Raum. Die in Nordkirchen ausgestellten Dias messen 50 x 50 Zentimeter. Breddermann produziert sie aber auch bis zu einer Größe von 1,60 Meter. Manche seiner Werke lässt der Künstler auf Leinwand drucken. Sie erscheinen dann wie Gemälde. Es geht aber auch kleiner: Eine Vielzahl der Bilder liegen in Postkartengröße vor.

Objekte eines Langzeitprojektes

Die in der Alten Schmiede gezeigten Werke sind aktuelle Objekte eines Langzeitprojekts mit dem Titel "Dona-Lucis". Breddermann begann dieses Projekt im Jahr 1999 als Meisterschüler unter Marie-Therese Niessalla am Institut für Ausbildung in Kunst und Kunsttherapie Bochum.

Wie seine berühmten Vorgänger Daguerre, Talbot, Man Ray oder Otto Steinert bezieht sich Breddermann auf die Begriffe photos (Licht) und graphein (zeichnen, schreiben). Er verlässt die naturgetreue Wiedergabe einer Szenerie, um mit ungewöhnlichen Mitteln und Methoden zu experimentieren. "Man muss die Regel kennen, um sie zu brechen." Nach diesen Worten sieht der Künstler die Störung, die Manipulation, den Eingriff in den regelgerechten Ablauf als "Chance zur neuen Bildlichkeit".  Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag (19.) und ist täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet, www.khbreddermann@aol.com

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