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10-Euro-Scheine füllten einen großen Hut

20.08.2007

Schermbeck "Vorsicht, einmal zufällig gewunken und schon nimmt man ein schönes Kunstwerk mit nach Hause." Mit launigen Worten leitete der aus dem Hörfunk bekannte Journalist Ralph Erdenberger am Sonntagmittag auf dem Sommerfest der Künstlergruppe Nebelhorn am Lühlerheim die Bilderversteigerung - ein vergnüglicher Höhepunkt, mit Gelächter und Beifall quittiert.

Auf Einladung des neuen Vorstandes - Urmina Kortemme (Vorsitzende), Bärbel Schwilden (Kassiererin) und Doris Trimborn (Geschäftsführerin) - hatte Ralph Erdenberger Station im Weselerwald gemacht, um drei Bilder nach amerikanischer Art für die auf Spenden angewiesene Gruppe behinderter und nicht behindertere Künstler zu versteigern. Schnell flatterten die ersten Zehn-Euro-Scheine in den Hut, den Urmina Kortemme aus der Tasche gezaubert hatte. In ihrer Begrüßung hatte die Vorsitzende die harte Arbeit der "Kerntruppe" besonders hervorgehoben: "Wochen lang haben viele hart geschuftet, die letzten Tage sogar halbe Nächte hindurch, um dieses aufwändige Sommerfest auf die Beine zu stellen", dankte sie allen Mitwirkenden.

Chronologie

Neben Kuchen und Grillwurst für den Magen, musikalischem Schmaus von der Bochumer Band "Baked Potatoes" für die Ohren, gab´s natürlich jede Menge Kunst "auf die Augen": Vornehmlich schwarzweiß sind die jüngsten Arbeiten, die die Gruppe Nebelhorn bis zum Herbst in ihrer Ausstellung im Haus der Begegnung zeigt. "Das Licht bekommt erst einen Sinn im Kontrast zur Dunkelheit", führte der künstlerisch Leiter Ra?l Avellaneda in die interessante Vielfalt der Werke ein. Im Atelier stand Christel Bischoff Besuchern Rede und Antwort. Seit Gründung der Gruppe vor zwölf Jahren ist die behinderte Schermbeckerin mit von der malenden Partie. Dreimal in der Woche rollt sie im Atelier am Lühlerheim mit ihrem Rollstuhl vor die Staffelei. Eine Chronologie ihres Schaffens hat Ra?l Avellaneda zusammengestellt.

Erstlingswerk

"Das ist mein erstes Bild", tippt Christa Bischoff auf vier "Männchen", die sie 1995 mit bunten Stiften aufs Blatt gebracht hatte. Immer raumgreifender, mutiger und farbenfroher entwickelte sich ihr Stil: Sklaven und Feuer, "Die Frau von Hitchcock" und "Desiree, die Geliebte Napoleons" - hunderte von Bildern malte sie mit starker Emotionalität und Spontaneität, mit Schwung und Spaß.

Im Garten legt Ralph Erdenberger Hammer und Mikrofon zur Seite. Die Auktion ist beendet, der Hut gefüllt: 665 Euro spülte das muntere Spektakel in die Nebelhorn-Kasse. Ein toller Erfolg auf einem rundum tollen Sommerfest! sing

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