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150 Kilo Marihuana: Mutmaßlicher Drogenboss (28) vor Gericht

Landgericht Essen

Unter verschärften Sicherheitsbedingungen hat am Mittwoch vor dem Essener Landgericht der Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenboss (28) aus Dorsten begonnen. Die Anklage ist ein echtes Schwergewicht: Es geht um Handel mit rund 150 Kilo Marihuana und 2,5 Kilo Kokain.

DORSTEN/ESSEN

von Von Werner von Braunschweig

, 02.11.2011

Zum Prozessauftakt vor der 16. Strafkammer sagte der angeklagte Dorstener zunächst noch nichts. Seine Verteidigerin kündigte jedoch bereits eine umfangreiche Aussage an. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen vor, zwischen März und Oktober 2010 von Dorsten aus einen professionellen Rauschgift-Handel aufgezogen zu haben.

Kontaktaufname, Ankauf, Einfuhr, Verteilung: In der Gruppe um den 28-Jährigen soll es nach Erkenntnissen der Ermittler feste Strukturen gegeben haben. Während sich einer seiner Komplizen um die Beschaffung der Drogen aus den Niederlanden (teils durch von Motorrädern eskortierte Kuriere) gekümmert haben soll, soll der Angeklagte in erster Linie die regionale Verteilung der Drogenpakete organisiert haben.Fünf-Kilo-Pakete weitergereicht Zu seinen Abnehmern sollen andere Dealer aus Marl, Mannheim und Radeberg gehört haben. Bei den Geschäften sollen nicht selten große Drogenpakete von bis zu fünf Kilogramm weitergereicht worden sein. Fakt ist: Im November 2010 wurde ein mutmaßlicher Kurier der Gruppe um den Angeklagten auf dem Weg nach Mannheim festgenommen. Im Gepäck: Fünf Kilogramm Marihuana. Danach nahmen offenbar auch die Ermittlungen gegen den 28-Jährigen entscheidende Fahrt auf.Besondere Sicherheitsvorkehrungen

Das Landgericht hat zum Prozess besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Neben Wachtmeistern begleiteten den Dorstener am Mittwoch zusätzlich zwei Security-Männer aus dem Gefangenentunnel in den Saal. Insgesamt sitzen sieben Sicherheitsleute vor und im Gerichtssaal. Zuschauer müssen sich ausweisen und werden extra kontrolliert.

Dem mutmaßlichen Drogenboss droht im Falle einer Verurteilung eine hohe Gefängnisstrafe. 

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