Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

40 Jahre früh fördern und wirksam helfen

Lebenshilfe-Frühförderung

Feiern tut die Dorstener „Lebenshilfe-Familie“ gerne. So begnügte sie sich am Freitag nicht damit, den 40. Geburtstag ihrer Frühförderung zu feiern, sondern beging auch den Wechsel in der Hausleitung.

Dorsten

, 22.06.2018
40 Jahre früh fördern und wirksam helfen

Geschäftsführer Antonius von Hebel, Vorsitzender Ludger Cirkel, die scheidende Leiterin der Frühförderung Elke Krause und ihre Nachfolgerin Nadine Beckmann (v.l.) feierten 40 Jahre Frühförderung © Foto: Anke Klapsing.Reich

Als Erster im Redereigen begrüßte Ludger Cirkel, Vorsitzender der Lebenshilfe, die Freunde und Förderer, die Netzwerkpartner, Vertreter der Ratsfraktionen und natürlich Bürgermeister Tobias Stockhoff nebst seiner Stellvertreterin Christel Briefs. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Zusammenarbeit der Lebenshilfe mit der Stadt über all die Jahrzehnte in gegenseitiger Wertschätzung entwickelte; im Sinne des gemeinsamen Ziels, das Leben geistig behinderter Menschen in unserer Stadt zu fördern und zu verbessern.

Geschichtlicher Abriss

Ludger Cirkel ließ in seinem geschichtlichen Abriss die Entwicklung der Lebenshilfe – von der Elternvereinigung über die Gründung bis zum sozialen Dienstleistungsunternehmen – Revue passieren. 1978 sei die Frühförderung der Lebenshilfe gegründet worden, die zuerst ihren Standort am damaligen Gesundheitsamt hinter dem Rathaus bezog. Nach einigen weiteren Wechseln konnte die Einrichtung dann 2003 ihr eigenes Haus in der Hohefeldstraße beziehen: „Dort, wo der große bunte Paradiesvogel an der Fassade hängt“, sieht Cirkel den auffälligen Fassaden-Schmuck, damals eine Spende von Heiner Nachbarschulte, als Sinnbild der bunten Vielartigkeit der Menschen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Lebenshilfe-Frühförderung feierte 40. Geburtstag

22.06.2018
/
Auch der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes des Kreises Recklinghausen, Sven Lütkehaus, gehörte zu den Geburtstagsgästen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Henny Dobritz (M.) hatte damals den Anstoß zur Gründung der Lebenshilfe in Dorsten gegeben.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Die Lebenshilfe-Trommelgruppe "Handgemacht" sorgte für die musikalische Umrahmung der Geburtstagsfeier.© Foto: Anke Klapsing-Reich
1.Vorsitzender Ludger Cirkel lässt die Geschichte der Lebenshilfe Revue passieren.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Staffelübergabe: Elke Krause (l.) übergibt die Leitung an Nadine Beckmann.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Geschäftsführer Antonius von Hebel, Vorsitzender Ludger Cirkel, die scheidende Leiterin der Frühförderung Elke Krause und ihre Nachfolgerin Nadine Beckmann (v.l.) feierten 40 Jahre Frühförderung.© Foto: Anke Klapsing.Reich
Die Lebenshilfe-Trommelgruppe "Handgemacht" sorgte für die musikalische Umrahmung der Geburtstagsfeier.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Bürgermeister Tobias Stockhoff: "Die Frühförderung der Lebenshilfe ist mit 40 Jahren älter als ich."© Foto: Anke Klapsing-Reich
Lebenshilfe-Geschäftsführer Antonius von Hebel.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Blumen, Buch und ein Wohlfühl-Wochenende in Münster - Geschenke an Elke Krause zu ihrem Abschied.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Gäste der Geburtstagsfeier 40 Jahre Lebenshilfe.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Elke Krause verlässt nach 32 Dienstjahre die Lebenshilfe.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Nadine Beckmann (37) übernimmt am 1. September die Leitung der Frühförderstelle.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Der Vereinsvorstand bedankt sich bei Elke Krause für 32 Jahre beste Lebenshilfe-Arbeit.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Die Lebenshilfe-Trommelgruppe "Handgemacht" sorgte für die musikalische Umrahmung der Geburtstagsfeier.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Elke Krause dankt ihrem Team der Lebenshilfe für die jahrelange Unterstützung.© Foto: Anke Klapsing-Reich

Bürgermeister Stockhoff lenkte den Blick von der Fassade auf die inhaltliche Arbeit: Er dankte den Pionieren, die das Projekt damals ehrenamtlich auf den Weg gebracht haben: „Sie haben der Stadtgesellschaft gezeigt, dass es beglückend sein kann, Menschen mit ihren Schwächen und Stärken zu fördern, und damit andere Eindrücke der Welt wahrzunehmen.“ Sein Dank ging auch an das gesamte Team, das den Familien helfe, die Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen.

Glückwünsche vom Kreis

Auch Sven Lütkehaus, der als Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Kreis Recklinghausen Glückwünsche aus Kreis und Land nach Dorsten brachte, weiß: „Über 40 Jahre kann keine Einrichtung bestehen, wenn kein gutes Team dahinter steckt.“ Er richtete den Blick nach vorne, auf die Herausforderungen, die der stetige Wandel in der sozialen Arbeit mit sich bringt, wie die Verträge der Integrativen und Solitären Frühförderung, die zurzeit in den Verhandlungen steckten. „Nichts ist so beständig wie der Wechsel“, zitierte er Heraklit.

Personeller Wandel

Antonius von Hebel, seit dem 1. Januar 2018 Geschäftsführer der Lebenshilfe, übernahm dann den „personellen Wandel“: Ein dickes Dankeschön an Elke Krause, die 1986 in den Dienst der Lebenshilfe trat – „nur für drei Jahre“, wie sie damals sagte – und aus denen dann doch fast 32 Jahre geworden sind. 2006 übernahm sie die Leitung der Frühförderung von Barbara Weiß.

Viele Veränderungen

„Es hat sich viel verändert“, stellt Elke Krause im Rückblick fest. Heute sei es deutlich schwieriger, Eltern an einen Tisch zusammenzubringen. Es gebe mehr Alleinerziehende, mehr Patchworkfamilien, der Zeitdruck habe deutlich zugenommen. Doch trotz aller Änderungen bei Methoden- und Therapieansätzen, bleibe ein Hauptbestandteil unverändert: „Die Kommunikation. Sprechen und Zuhören!“, sagt Elke Krause.

Nadine Beckmann

Sie wünscht ihrer Nachfolgerin alles erdenklich Gute und ist sicher, dass Nadine Beckmann die Richtige am Platz ist. Schließlich hat die Diplom-Rehabilitationspädagogin 2009 das Lebenshilfecenter in der Suitbertusstraße 14 aufgebaut. Vor zwei Jahren wechselte sie dann in die Frühförderung, um sich einzuarbeiten. Für sie geht jetzt ein Wunsch in Erfüllung: „Die Frühförderung war der Schwerpunkt in meinem Studium“, freut sie sich sehr auf ihre Leitungsstelle.