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42 Schermbecker besuchten Israel und das Heilige Land

Ökumenische Reise

SCHERMBECK Von einer zwölftägigen ökumenischen Reise nach Israel und in das Heilige Land kehrten 42 Frauen und Männer vorwiegend aus den beiden Schermbecker Kirchengemeinden wohlbehalten zurück, und zwar mit Eindrücken ganz unterschiedlicher Art.

von Von Helmut Scheffler

, 29.04.2010
42 Schermbecker besuchten Israel und das Heilige Land

Der Felsendom in Jerusalem stand auch auf dem Besichtigungsprogramm der ökumenischen Schermbecker Reisegruppe.

Das von Diakon Ekkehard Liesmann und Pfarrer i.R. Wolf-Dietrich Rienäcker ausgearbeitete Programm sah nicht nur den Besuch der aus der Bibel bekannten und touristisch bedeutsamen Stätten in Jerusalem und Galiläa vor, sondern brachte die Teilnehmer durch entsprechende Begegnungen in einen engen Kontakt zu den aktuellen Problemen der Bevölkerung des Landes. Ein Gespräch mit Abt Benedikt Lindemann von der Dormitio-Abtei in der Jerusalemer Altstadt gab einen ersten Einblick über das Leben der christlichen Minderheit in jüdisch-moslemischer Umgebung. Der Besuch, der für alle Konfessionen offenen Schule „Talita Kumi“ („Mädchen, steh auf!“) und der evangelischen „Abrahams-Herberge“ im palästinensischen Beit-Jala, zeigte die Möglichkeiten und auch Grenzen von Friedensarbeit.

„Beim Besuch der christlichen Palästinenser-Familie der Fatem Mukarker wurde das Unrecht deutlich, das von der israelischen Regierung an der palästinensischen Bevölkerung immer wieder begangen wird“, berichtet Ekkehard Liesmann in der Rückschau. Die Familie habe über Jahrhunderte ihren Oliven-Garten bebauen können, bis eines morgens die Bagger gekommen seien. „Sie haben“, so Liesmann, „den größten Teil der uralten Bäume gerodet und mitten durch den Garten, mitten durch das Familien-Eigentum, die neue Sperrmauer gebaut.“ Als Symbol des Mitfühlens konnte die Reisegruppe dort in dem verbliebenen Teil des Gartens in einer bewegenden kleinen Zeremonie einen Ölbaum pflanzen.

Auch die israelisch - jüdische Sichtweise wurde in Gesprächen mit Einwanderern deutlich. „Die Angst vor den häufigen Terroranschlägen palästinensischer Extremisten führt dazu“, stellt Wolf-Dietrich Rienäcker fest, „dass das Verständnis für die harte Hand der israelischen Regierung in der israelischen Bevölkerung deutlich zunimmt.“ „Selbstverständlich“, so Liesmann, „besuchten wir auch die bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Jerusalem und Umgebung und in Galiläa, der Gegend, in der Jesus seine Schaffensjahre verbrachte, bevor er von den Römern in Jerusalem am Kreuz hingerichtet wurde.“ Ein sehr kompetenter örtlicher Reiseführer habe dabei Eindrücke vermittelt, welche die Teilnehmer sicherlich so schnell nicht vergessen würden.