Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

8b der Matthäusschule arbeitet an der Streitkultur

Twins-Projekt

WULFEN Die 8b der Matthäusschule arbeitet gemeinsam mit Hainichener Schülern in dem Projekt „Streitkulturstadt“, das in das offizielles Partnerstädte-Programm „Twins“ des Kulturhauptstadtjahres „Ruhr.2010“ aufgenommen worden ist.

von Von Michael Klein

, 05.04.2010
8b der Matthäusschule arbeitet an der Streitkultur

Die 8b der Matthäusschule nimmt mit Engagement an dem Twins-Projekt zur Streitkulturstadt teil.

Als die 8b der Matthäusschule vor einigen Tagen zum ersten Mal das Video ihrer Altersgenossen aus Hainichen gesehen hatte, waren die Wulfener auf ihre eigenen Werke umso stolzer. „Das, was wir gedreht haben, ist viel besser“, sagt Zeliha. Konkurrenz belebt das Projekt – und ist auch nicht schlimm, weil es dabei um das Thema „Sinnvolles Streiten“ geht. „Die Jugendlichen aus Hainichen haben in ihrem Video einfach nur eine Geschichte erzählt“, so Zeliha. Die Wulfener indes hatten kleine Clips mit richtigen Spielszenen zum Thema Rassismus und Mobbing erstellt. Fast 30 Stunden haben die Dreharbeiten nach der Schule gedauert, bis alle Szenen im Kasten waren.

Zeliha gehört zu den Wulfener Jugendlichen, die sehr engagiert in dem Projekt „Streitkulturstadt“ mitwirken, das in das offizielles Partnerstädte-Programm „Twins“ des Kulturhauptstadtjahres „Ruhr.2010“ aufgenommen worden ist. Die 8b der Matthäusschule besuchte dabei im September die Maxim-Gorki-Mittelschule in der sächsischen Partnerstadt Hainichen  – und in der Dorstener Local Heroes-Woche im September wird der Gegenbesuch erfolgen. Eigentlich war der Juni vorgesehen, doch da zieht die Gorki-Schule um. „Die haben echt ein kaputtes Gebäude“, haben die Wulfener mit eigenen Augen gesehen. „Gemeinsam an Konfliktstrategien arbeiten“, das ist nach Angaben von Keith Matschulla vom Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof das Ziel der „Streitkulturstadt 2010“, die der Verband der Evangelischen Kirchengemeinden entwickelt hat. Obwohl die Wulfener Schüler anfangs mit ihren Altersgenossen gefremdelt hatten („die hatten einen anderen Dialekt und trugen andere Klamotten“), haben sich inzwischen regelmäßige Kontakte entwickelt.

Acht Wulfener Schüler tauschen sich per E-Mail mit ihren neuen Freunden aus. „Sebastian zum Beispiel hat sogar einen Kumpel gefunden, der sein Zwillingsbruder sein könnte“, erzählt Klassenlehrerin Indra Jakschik. Sie sagt, dass das Kulturhauptstadt-Projekt viel für die Sozialkompetenz ihrer Schüler gebracht habe. Ihr Schüler Dustin bestätigt diese Meinung: „Wir haben jetzt viel mehr Erfahrung, wie man Problemen mit anderen aus dem Weg gehen kann.“