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Abschied vom Café "Sub Tilia"

SCHERMBECK Bis heute Abend müssen Rita und Jörg Gauert das Café „Sub Tilia“ geräumt haben. Weil der Düsseldorfer Verpächterbis zur letzten Minute nicht bereit war, einer Mietverlängerung zu reduziertem Preis zuzustimmen.

von Von Helmut Scheffler

, 30.01.2008
Abschied vom Café "Sub Tilia"

Rita Gauert (r.) und ihr Mann Jörg (3.v.r.) im Gespräch mit Besuchern beim Abschiedsempfang am letzten Sonntag. Marianne Ney (2.v.r.) gestaltete die Finissage.

Sonntag Morgen kamen zahlreiche Gäste in das kleine Café-Haus, um ein letztes Mal die anheimelnde Atmosphäre zu genießen und sich von dem Ehepaar Gauert am Ende der fünfjährigen Pachtzeit zu verabschieden. „Sie haben es verstanden, Menschen mit unterschiedlichen Interessen für einen Dialog zusammenzuführen“, würdigte der Brichter Gerhard Köhler die Verdienste Rita Gauerts.

Sie habe eifrig ein Netzwerk zwischen Menschen mit den verschiedensten Neigungen geknüpft und Menschen, die sich bis dahin kaum gekannt hätten, ein Forum für viele nette Gespräche geboten. Köhler hatte selbst mehrmals Gelegenheit, über Formen der „Hundeausbildung mit Respekt“ zu referieren. Einen „Kulturstützpunkt und zugleich einen kulinarischen Stützpunkt geschaffen“ zu haben, bescheinigte auch die Schermbecker Autorin Marlis Fengels der Inhaberin Rita Gauert.

Besondere Atmosphäre

Sie selbst hatte in dem Café Kriminalgeschichten vorlesen und Passagen aus ihrem Schermbeck-Roman „Die Schönenbecker“ vortragen dürfen. „Es herrschte immer eine besondere Atmosphäre“, versicherte eine auswärtige Besucherin. „Ich bin traurig, dass das alles nun vorbei ist“, bedauerte die Schermbeckerin Eva Saaber die Schließung des Cafés, fügte ihrem Bedauern aber zugleich die Freude hinzu, „dass wir hier fünf Jahre lang schöne Veranstaltungen erleben konnten.“ „Es ist schon ein Verlust“, stellte ihr Ehemann Henry fest und verwies auch auf die idyllische Lage.

Marianne Ney hatte Glück. Die Schermbecker Künstlerin, die vor fünf Jahren die erste größere Ausstellung im Café „Sub Tilia“ gestaltete, durfte auch am Sonntag die Finissage mit einem Potpourri ihrer Werke aus den letzten Jahren bestücken.

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