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Ärger vor dem Kunstgenuss

24.10.2007

Dorsten Freud und Leid lagen bei den Dorstener Künstlern in den vergangenen Tagen eng nebeneinander.

Die Mitglieder des Kunstvereins "Virtuell-visuell" haben sich aber dazu entschieden, ihren Ärger über die Kunstraum Vest-Organisatoren erst einmal herunterzuschlucken und sich lieber auf ihre Gemeinschaftsausstellung in Dorstens "Bel-Etage" zu freuen. Freitag um 19 Uhr wird die Wochenend-Ausstellung in der oberen Woolworth-Etage eröffnet, im "Künstler-Paradies", wie Vereinsvorsitzende Angelika Krumat die großzügigen Räumlichkeiten nennt. Die Bilder, Collagen und Objekte der acht ausstellenden Vereinsmitglieder hingen und standen gestern bereits, als die Künstlerinnen und Künstler mit Putzzeug und Wassereimer bewaffnet für den letzten Reinigungsschliff sorgten.

Die Ausstellung findet wie im vergangenen Jahr innerhalb des Projekts "Kunst.Raum Vest" statt, doch mit dessen Organisatoren will "Virtuell-Visuell" brechen: "Die brauchen wir nicht mehr", sagt Angelika Krumat, die sich "äußert befremdet über das unprofessionelle Verhalten" der Kunstraum-Macher zeigt. Die Gründe: Die Flyer seien voller Fehler, die Internetseite enthalte trotz angemahnter Korrekturen immer noch die Arbeitsbeschreibungen vom vergangenen Jahr - und die teilweise noch falsch.

Schlechter Flyer

Zudem sei der informative Katalog des letzten Jahres einfach durch einen schlechten Flyer ersetzt worden - ohne bei der Anmeldung darauf aufmerksam zu machen, für die der Verein immerhin hohe Gebühren bezahlt habe.

Dass nach der Kunstraum-Pressekonferenz in Gladbeck die Veranstalter es nicht für nötig gefunden haben, Informationen an die Dorstener Presse weiterzugeben, hat für "Virtuell-visuell" das Fass zum Überlaufen gebracht. Heißt: Im nächsten Jahr findet zwar erneut eine Gemeinschaftsausstellung statt ("der Termin soll Tradition werden"), aber ohne in das Kunstraum-Programm eingebunden zu sein.

Zwei neue Vereinsmitglieder sind gegenüber dem Vorjahr dazu gekommen: Carsten Krüger zeigt Metallskulpturen, dazu sehr eigenwillige Kunststoff-Lautsprecher und Regina Schuhmachers präsentiert zwei Malerei-Serien: eine zum Thema Golf, die andere mit Industriekultur-Motiven. Bereits im vergangenen Jahr dabei waren Doris Gerhard (die sich bei ihren Fotos von einer der dies-jährigen Münsteraner Skulpturen inspirieren ließ), Regine Hagdorn (sie zeigt nordische Landschaftsbilder und vielschichtige abstrakte Werke), Otto Krumat (der bei seinen Porträts das Psychologische betont), Slavica van der Schoors (ihre Bandbreite reicht von verschwommenen wirkenden Szenerien bis zu Abstraktionen von Menschen), Brigitte Stüwe (farbenprächtige Impressionen von Frankreich-Aufenthalten) und Monika Winterberg, die das zeigt, was nach eigenen Worten "ihr Ding" ist: Blumenbilder in allen Facetten und Schattierungen. MK

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