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Aldi plant Supermarkt in Gahlen

Ausschuss vertagt Entscheidung

GAHLEN Bei der Supermarkt-Kette, die sich in Gahlen zwischen Kirchstraße und Östricher Straße angesiedelt werden könnte, handelt es sich um Aldi. Das teilte Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter am Mittwoch Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses mit.

von Von Berthold Fehmer

, 14.04.2010

Leicht machten es sich die Ausschussmitglieder mit der Frage nicht, ob Aldi an dieser Stelle das Richtige für Gahlen und Schermbeck sei. CDU-Vertreter wie Wilhelm Hemmert-Pottmann freuten sich, dass man nach Jahren endlich einen größeren Einzelhandelsbetrieb bekommen könnte. Dass die kleine Bäckerei Schult den Konkurrenzkampf verlieren könnte, glaubte Hemmert-Pottmann nicht. Die Erfahrung zeige, dass neben einem Filialisten mit kleinem Angebot ein kleiner Laden mit Zeitung und Brötchen bestehen könne.

Das sah Winfried Kalwar von der USWG komplett anders: „Ein solcher Markt wird Auswirkungen auf bestehende Geschäfte haben, darüber müssen wir uns im Klaren sein.“ Sein Hauptkritikpunkt: Der Markt liege genau entgegengesetzt zum Neubaugebiet im östlichen Teil Gahlens. Das verstärke den innerörtlichen Verkehr auf der Kirchstraße. Es müsse eine zentralere Lage gefunden werden. Grüter machte deutlich, dass Aldi nur Interesse am Standort Gahlen auf dem geplanten Gelände habe. Durch die Anbindung an die Umgehungsstraße verspreche man sich ein zusätzliches Geschäft. Hermann Nienhaus (CDU): „Es muss sich rechnen.“

Dirk Vennemann (SPD) warb dafür, das Regionale-Büro in die Planung einzubinden. Auch in Hinsicht darauf, einen neuen Standort zu finden. Der geplante sei für die meisten Gahlener nicht fußläufig erreichbar. Ausschussvorsitzender Rainer Gardemann fragte, was es bringe, einen Standort zu benennen, „den alle besser finden, wenn wir ihn nicht vermarktet bekommen.“ Fachbereichsleiterin Irmgard Schwenk verwehrte sich gegen den Vorwurf, der Markt werde auf der „Grünen Wiese“ errichtet. Bei Gahlen handele es sich um einen kompakten Ortskern, der geplante Standort sei mit dem Kreis Wesel und der IHK abgestimmt. Auf Antrag von Bernd Kleinsteinberg wurde der Beschluss mit knappem Vorsprung auf die kommende Ausschuss-Sitzung vertagt.