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Auf dem richtigen Weg

Kommentar

Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. Der Weg, den die Stadt jetzt einschlagen will, um eine zukunftsfähige Lösung für Hervest zu finden, ist der richtige.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 20.04.2010

Die sorgfältige Prüfung des Fürst-Leopold-Konzepts auf seine juristische, regionalplanerische und stadtverträgliche Tauglichkeit ist auch im Interesse des Investors. Was nützt ein Schnellschuss, der bei der ersten Klage vor Gericht einstürzt wie ein Kartenhaus? Auch das Drängen der Gewerbetreibenden und der Politik ist berechtigt, dass parallel Einbindungs-Konzepte und Alternativen entwickelt werden, die das Überleben des Harsewinkels ermöglichen. Auch dies braucht Zeit.

Aber nicht bis zum Nimmerleins-Tag. Am Ende muss eine klare Entscheidung stehen. Egal, ob dann einige Immobilien-Eigentümer bittere Pillen zu schlucken haben oder der Investor Abstriche machen muss: Nach Abschluss des Prüfungs-Prozesses ist eine mutige Entscheidung notwendig, keine zaghafte. Allen Wohl und keinem Wehe - das funktioniert nicht. Die realisierungsfähige Lösung, die nach Abwägung aller Fragen für den Ortsteil die beste ist, muss von einer breiten Rats-Mehrheit grünes Licht bekommen. Voraussetzung dafür ist eine ergebnisoffene Prüfung. Wie es nicht sein sollte, dafür gab am Montag der IHK-Sprecher ein schlechtes Beispiel. Denn ohne genaue Kenntnis neuer Fakten und Gutachten bereits ein vernichtendes Urteil abzugeben, zeugt nicht von einem objektiven, nüchternen Abwägungs-Prozess. Zumindest die Ergebnisse des angekündigten Termins mit der Stadt und Gewerbetreibenden aus allen Ortsteilen hätte die IHK noch abwarten und dann einbeziehen müssen. Auch für Interessensvertreter des Handels gilt: Erst denken, dann reden!