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Bagger fressen alten Bahnhof

01.08.2007

Dorsten Nicht nur in Wulfen gibt es etwas für den Abrissbagger zu tun: Gegenwärtig muss das Gebäude des alten Güterbahnhofs an der Bovenhorst dem Baggerzahn weichen.

Der Abriss ist Bestandteil des Vertrags über einen Geländetausch im Bahnhofs-Bereich, den die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft WinDor mit dem bisherigen Bahnhofseigentümer Bruno Kemper geschlossen hat. Der Landschaftsarchitekt erhält Flächen, die er zur Abrundung seines Betriebsgeländes gut gebrauchen kann, WinDor, und damit die Stadt Dorsten, gelangt in den Besitz des Bahnhofsgrundstücks. Als Zusatzklausel ist vereinbart worden, dass zuvor das alte Gebäude entfernt werden muss, was derzeit geschieht.

Eichen bleiben

Damit soll Raum für eine neue Nutzung geschaffen werden. Und was die Stadt an diesem Standort favorisiert, ist kein Geheimnis: Hier soll die neue Dorstener Filiale des Media-Markt-Konzerns ihre Pforten öffnen. Wegen des großen Platzbedarfs grassiert bei den Anwohnern die Sorge, dass für den Media-Markt-Neubau und dessen Parkplatz auch viele Bäume und Sträucher gerodet werden müssen. Diese Sorge ist aber nur zum Teil berechtigt: "Die alten Eichen sind davon in keinem Fall betroffen. Im Wege wäre allenfalls die Bepflanzung im Bereich der früheren Kleingartenanlage."

Das alles gilt unter zwei Vorbehalten. Zum einen ist der Vertrag der Stadt mit dem Elektronik-Konzern immer noch nicht besiegelt, zum anderen bleibt abzuwarten, wie juristisch wasserdicht das Vertragswerk im Falle von Klagen sein wird.

Und wegen bau- und verkehrsrechtlicher Fragen oder Umweltaspekten wie der Lärmbelastung hat es bei größeren Projekten ja schon häufig ein gerichtliches Tauziehen gegeben . . . kdk

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