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Besucherzahlen schossen in die Höhe

Jüdisches Museum

DORSTEN Mit einer erfreulichen Bilanz konnte Museumsleiter Dr. Norbert Reichling die Mitgliederversammlung im Jüdischen Museum Westfalen eröffnen: Sieben Ausstellungen katapultierten die Besucherzahlenstatistik des Jahres 2009 in ungeahnte Höhen.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 21.04.2010
Besucherzahlen schossen in die Höhe

7887 Menschen schauten sich im vergangenen Jahr im Jüdischen Museum um.

7887 Menschen schauten sich im vergangenen Jahr in dem Museum um. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 48 Prozent. Dabei ging auch hier das bewährte Rezept, mit einer Mischung unterschiedlicher Themen ein möglichst breites Publikum zu bedienen, voll auf. Wegen der positiven Ergebnisse wird die Museumsleitung auch den 2009 zum ersten Mal gestarteten Schülerwettbewerb fortsetzen (wir berichteten). Dazu sind Schülerinnen und Schüler aufgerufen, ihre Facharbeiten, Forschungen und Projekten zu Themen aus der jüdischen Welt einzureichen.

Die verstärkten Bemühungen, Kinder, Jugendliche und Familien an das Museum zu binden, tragen ebenfalls erste Früchte: Die pädagogischen Angebote (Synagogenbesuch, „Entdeckungsreise“, Filmabende, etc.) werden mit großem Interesse angenommen. Sorgen bereitet dem Vorstandsteam weiterhin die strukturelle Absicherung des Museums. „Wir halten das von uns gelebte Modell der bürgerschaftlichen Trägerschaft nicht für erledigt. Wir erwarten von politischen Instanzen lediglich, einen hauptberuflichen Kern unserer Arbeit endlich abzusichern, ohne den auch ehrenamtliche Arbeit von so vielen Menschen auf Dauer nicht funktionieren kann“, berechnete Reichling ein dauerhaftes jährliches Einkunftsminimum von 120 000 Euro, um vernünftige Arbeit gewährleisten zu können.

Bei Gesprächen mit Politkern und Experten sei man zwar überwiegend auf großes Verständnis gestoßen, aber angesichts der Lage öffentlicher Haushalte auch auf viele Widerstände. „Das hohe Niveau zu halten oder gar zu steigern, erfordert viele Köpfe, Hände und Stunden, die der Trägerverein mobilisieren muss“, weiß Reichling und bittet: „Für Anregungen und Beratung sind wir jederzeit offen.“