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Den Defibrillator hat Herbert Wiethoff immer zur Hand

Kampf gegen den Herztod

Wenn es um den "Kampf gegen den plötzlichen Herztod" geht, dann ist Herbert Wiethoff, ehrenamtlicher NRW-Landesbeauftragter des Rettungsdienstes der Stiftung Björn Steiger, selbst auf Reisen stets in Alarmbereitschaft

05.10.2007

Der Dorstener Immobilienmakler bemüht sich seit langem darum, in seiner Heimatstadt ein flächendeckendes Netz mit Defibrillatoren einzurichten. Mit diesen Geräten können Patienten nach schweren Herzattacken, wenn es auf jede Sekunde ankommt, vor Ort wiederbelebt werden.

Bei einer Geschäftsreise mit dem DB-Autoreisezug von Düsseldorf nach Frankreich, vernahm Wiethoff die Lautsprecherdurchsage, dass dringend ein Arzt gesucht werde. Ein 50-jähriger Fahrgast, zufällig auch aus dem Kreis Recklinghausen, hatte einen Kreislaufkollaps erlitten. Wiethoff wandte sich mit dem Hinweis, dass er einen Defibrillator im Gepäck hatte an den Abteilschaffner und wurde sofort von einem Arzt, der mit dem Zug in Urlaub fuhr, hinzugezogen.

In diesem Fall stellte sich heraus, dass dem Patienten, der vier Wochen zuvor einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen hatte, nur in einer Krankenhaus-Kardiologie wirksam geholfen werden konnte. Der Zug legte deshalb einen Nothalt in Bonn-Beuel ein. Aber in den meisten vergleichbaren Notlagen wäre ein Defibrillator möglicherweise lebensrettend gewesen.

Wiethoff war deshalb bestürzt, dass in dem Zug, der auch von vielen älteren Menschen genutzt wird, kein Defibrillator vorhanden war. Mehr noch: Keiner der Zugbegleiter hatte jemals von dem Gerät gehört, mit dem sogar Laien Leben retten können. Der Dorstener hat sich daher nun schriftlich an Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, gewandt.

In diesem Fall ist es noch einmal gut gegangen. Wie Wiethoff jetzt erfuhr, konnte dem Patienten in Bonn geholfen werden: Nach 14-tägigem Aufenthalt durfte er das Krankenhaus verlassen. kdk

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