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Der Abend war gerettet

Dorsten Die Hilfeschreie aus dem Gebäude der Realschule im Nonnenkamp waren nicht zu überhören. Die dichten Rauchwolken, die aus dem Physikraum im zweiten Obergeschoss drangen, ließen erahnen, dass das Heulen der Brandmeldeanlage kein Fehlalarm war.

21.10.2007

Obwohl die reguläre Unterrichtszeit längst vorbei ist, befinden sich noch fünf Schüler eines Physikkurses im Schulgebäude, wo infolge eines Kabelbrandes Feuer ausgebrochen war.

Mit dieser Ausgangslage wurde der Löschzug Altstadt konfrontiert, als er am Freitagabend zu seiner traditionellen Jahresabschlussübung zusammentraf. Rund 25 Einsatzkräften waren ausgerückt, um auf das Szenario mit einem realistischen Einsatzablauf zu reagieren. Nach Befragung des Hausmeisters und einer kurzen Erkundung durch die Gruppenführer drangen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Schulgebäude ein und begannen mit der Suche nach "vermissten"Personen.

Um insbesondere die Rettung der Personen unter nahezu realistischen Bedingungen ablaufen lassen zu können, wurde mit Hilfe einer Nebelmaschine der Übungsbereich zuvor komplett verraucht.

Die somit erschwerten Sichtverhältnisse und die im Physikraum und auf den Fluren vorhandenen Einrichtungsgegenstände machten das Auffinden der "Opfer", wozu eine einstudierte Absuchtechnik zum Einsatz kam, umso schwieriger.

Bereits nach kurzer Zeit konnten jedoch die ersten "Geretteten" mit einer Rettungsmulde ins Freie verbracht und die Brandbekämpfung gezielt eingeleitet werden. Da in dem Schulkomplex lange Flure und Treppenhäuser beim Vordringen zum Brandherd zu überwinden waren, war das Verlegen und Mitführen von Schlauchleitungen ein weiterer Schwerpunkt dieser Jahresabschlussübung. Nachdem alle "gerettet" und das Feuer gelöscht waren, wurde mit einem Überdrucklüfter das Gebäude wieder rauchfrei geblasen. Nach gut einer Stunde war die Übung beendet und alle beteiligten Einsatzkräfte trafen sich zur Nachbesprechung auf dem Schulhof, wo auch eine Verpflegungsstelle eingerichtet war. Gregor Klapheck

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