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Der Weg zum Gotteshaus St. Barbara

Josef Vrenegor

Josef und Barbara Vrenegor gehörten zu den ersten 50 Familien, die in die "Baugruppe Marschall" in der Neuen Stadt Wulfen einzogen. Als engagiertes Mitglied der katholischen Gemeinde war er mitverantwortlich für den Neubau des Gotteshauses in Wulfen.

WULFEN-BARKENBERG

von Von Sabine Bornemann

, 02.11.2011
Der Weg zum Gotteshaus St. Barbara

In den Altar wird eine Schrift eingelassen. Links mit der Mörtelkelle in der Hand ist der bauausführende Architekt Hubert Storlbrink zu sehen. In der Mitte steht Weihbischof Laurenz Böggering; rechts neben dem Altar ist Pfarrer Karl Pilatus zu sehen.

Die allerersten Wohnungen in der Neuen Stadt Wulfen wurden von den „Bergmann-Wohnstätten“ gebaut, die überall im Ruhrgebiet Siedlungen für Bergleute errichteten. Ab 1967 konnte man sich am Surick Musterwohnungen anschauen. Josef Vrenegor und seine Frau Barbara gehörten zu den ersten 50 Familien, die in die „Baugruppe Marschall“ einzogen: „Wir mussten einen Trauschein haben, damit wir einen Wohnberechtigungsschein bekommen konnten. Am 13.1.1968 haben wir geheiratet und sind am gleichen Tag in unsere Wohnung Surick 44 eingezogen. Die Wohnung hatte einen sehr hohen Qualitätsstandard. Unser Haus war dreistöckig – jeder kannte jeden. Da war gute Nachbarschaft. Meine Schwiegereltern zogen in eine kleine Wohnung im achten Stock. Von da hatte man einen tollen Blick ins Grüne und so zu wohnen war damals absolut angesagt.“

Josef Vrenegor war schon in der katholischen Jugendarbeit engagiert und kannte Pastor Pilatus von St. Matthäus noch als Kaplan. In Neu-Wulfen sollte eine katholische Gemeinde mit neuem Kirchbau entstehen. Pilatus animierte Vrenegor, alle hinzuziehenden Familien zu besuchen. Daraus ist dann ein „Pfarrkomitée“ erwachsen. Josef Vrenegor wurde Vorsitzender und auch für die Beratungen zum Neubau in den St.-Matthäus-Kirchenvorstand aufgenommen. Damals stand schon fest, wer das Gotteshaus bauen sollte: Josef Lackner aus Innsbruck, der den 2. Preis bei einem internationalen Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Zuschüsse wollte das Bistum aber nur für einen rein katholischen Sakralraum gewähren. Damit waren ökumenische Ideen gestorben. Im September 1973 wurde die neue Kirche eingeweiht und im gleichen Jahr Pfarrer Josef Pott nach Wulfen versetzt. Pilatus strebte eine Großgemeinde mit Filialen in Neu-Wulfen und Deuten an. Aber St.Barbara wollte eigenständige Gemeinde werden.

Eine Einigung war nicht möglich und wurde schließlich vom Generalvikariat diktiert. Der Westabschnitt der neuen Stadt wurde nun St.Matthäus zugeschlagen. Dafür konnte St.Barbara am 1.1.1975 selbständige Pfarre werden. Josef Vrenegor wurde in den ersten Kirchenvorstand gewählt. Seine Frau Barbara übernahm von Anfang an ehrenamtlich die Aufgaben einer Gemeindesekretärin. Und im Taufbuch der neuen Gemeinde steht als erster Täufling unter Januar 1975: Kristin Vrenegor.

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