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Die AfD gründet einen Stadtverband in Dorsten

AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) gründet nach den Sommerferien einen Stadtverband in Dorsten. Das kündigte der stellvertretende Kreissprecher Dietmar Weinhardt am Freitag an.

Dorsten

, 29.06.2018
Die AfD gründet einen Stadtverband in Dorsten

© dpa

Ziel sei es, so Dietmar Weinhardt, bei der Kommunalwahl 2020 den Einzug in den Stadtrat zu schaffen und die Politik in Dorsten mitzugestalten.

Außerordentlicher Kreisparteitag fand in Bottrop statt

Auf dem außerordentlichen Kreisparteitag in Bottrop hatte die AfD vor Kurzem beschlossen, sich in allen zehn Kreisstädten zu organisieren. Dorsten wird eine der ersten Städte sein. Hier hat die AfD laut Weinhardt „etwa 15 Mitglieder“, im Kreisverband sind es rund 140 derzeit. „Wir sind der größte der acht Kreisverbände im AfD-Bezirksverband Münster.“

Vor der Gründungsversammlung soll es in den nächsten Wochen eine Reihe von Stammtischen mit Sympathisanten in Dorsten geben – ein für die Rechtspopulisten nicht ganz einfaches Unterfangen. „Wir können die Orte unserer Treffen nicht öffentlich machen, weil viele Wirte Einbußen befürchten und uns die Treffen dann untersagen würden“, sagte Weinhardt.

„Ziele formulieren, die im elementaren Interessensfokus liegen“

In Dorsten wie in anderen Städten möchte die AfD „Ziele formulieren, die im elementaren Interessensfokus der Bürger liegen“. Beispielhaft nannte der stellvertretende Kreissprecher die neuen Parkgebühren (ab Montag) rund ums Paul-Spiegel-Berufskolleg, die die AfD als ungerecht empfindet.

„Die Schüler kommen ja aus dem Kreisgebiet und werden bestraft.“ Auch mit der Erneuerung der Fußgängerzone tut sich die Partei schwer, weil die Zuschüsse und der Eigenanteil der Stadt an anderer Stelle vielleicht sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Weinhardt räumte auf Nachfrage allerdings ein, dass sich die AfD bis zur Kommunalwahl intensiver mit der Situation in Dorsten befassen werde. „Wir sind ja derzeit von allen Dingen abgeschottet. Was wir eines Tages fordern wollen, soll Hand und Fuß haben.“

Dazu ein Kommentar von Redaktionsleiter Stefan Diebäcker:

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die AfD in Dorsten organisiert. Den Kreisverband gibt es ja schon länger. Der Einzug in die kommunalen Parlamente wird 2020, das zeigen die Ergebnisse bei Landtags- und Bundestagswahl, nicht zu verhindern sein, die Hürden sind niedrig. Das muss man nicht gut finden, aber Angst muss auch niemand haben. Wer im Interesse aller Bürger agiert, nimmt den Rechtspopulisten viel Wind aus den Segeln. Wer plumpe Parolen entlarvt, gleichzeitig Problemlösungen liefert, muss keinen politischen Erdrutsch befürchten. Pauschale Anfeindungen helfen allerdings nicht weiter.