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Diesmal im Mittelpunkt statt nur dabei

Schermbeck Er wäre lieber im Hintergrund geblieben, dort, wo die Presse saß, dort, wo er normalerweise auch seinen Platz einnimmt.

22.10.2007

Doch gestern stand er eindeutig selbst im Mittelpunkt: Helmut Scheffler aus Schermbeck, Lehrer an einer Realschule in Wesel, nebenbei Heimatkundler, Gemeinde-Chronist, Niederrhein-Bibliograph und "Schermbeck-Korrespondent" der Dorstener Zeitung. In einem Festakt wurde ihm der mit der Medusa geschmückte Rheinlandtaler verliehen - die höchste Auszeichnung, die der Landschaftsverband Rheinland an ehrenamtlich kulturell tätige Menschen vergibt.

Fast 100 Gäste wohnten der Verleihung bei, aus Freundes- und Verwandtenkreis, aus Politik und Verwaltung, aus den Schermbecker Vereinen und Verbänden. "Du leistet einen erheblichen Beitrag dazu, dass bekannt wird, was alles in unserer Gemeinde geschieht", würdigte Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter die Verdienste des 62-jährigen Heimatforschers: "Damit förderst du das Verständnis für die Gemeinschaft."

Winfried Schittges, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, hob vor der Übergabe des Rheinlandtalers in seiner Rede hervor, dass Helmut Scheffler in mehr als 30 Jahren heimatkundlicher Arbeit seinem Anspruch immer treu geblieben sei: "Sie haben in überragendem Maße dazu beigetragen, das historische und kulturelle Gedächtnis zu bewahren." Schittges äußerte die Hoffnung "auf weiteren Ertrag ihrer guten Arbeit für uns alle in den nächsten 30 Jahren."

Helmut Scheffler zählte denn auch in seiner Dankesrede auf, was von ihm in der kommenden Zeit noch alles zu erwarten ist: ein Schermbeck-Bildband, der dieser Tage erscheinen wird, mehrere Gahlener Festschriften, dazu eine mehrbändige Niederrhein-Bibliographie.

Dank an die Familie

Einen symbolischen Teil seiner "Medusa" gab Helmut Scheffler an all die ab, die ihn in seiner Arbeit unterstützt haben: vor allem Ehefrau Brigitte sowie die Töchter Svenja und Wendi, dazu die Schule, die ihm den Anstoß gegeben hat, sich mit dem eigenen Heimatraum auseinander zu setzen. Die drei Schermbecker Realschülerinnen Stefanie, Andrea und Miriam, die den Gästen in kurzweiliger Form die "liebenswerte Gemeinde Schermbeck vorstellten", wollten übrigens gar nichts von der Medusa abhaben: Ihnen reichte es, dass Mathe-Lehrer Helmut Scheffler sie für die Zeit der Vorbereitung von den Hausaufgaben befreite. MK

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