Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dreschflegel schwangen im Lieder-Takt

06.08.2007

Lembeck Zwischen "Museschoppen" und "Imenschour" stehen Trecker, Wasserverdampfer, und ein Schmied bearbeitet sein glühendes Werkstück: Am Sonntag veranstalteten der Heimatverein und die Schlepperfreunde Lembeck ihren Tag der offenen Tür.

Schon mal überlegt, was ein "landwirtschaftliches Kombifahrzeug" sein könnte? Oder wie die Mägde und Knechte es schafften, sich nicht beim Korndreschen mit den Flegeln in die Quere zu kommen? Viele Dinge, die heute nicht mehr, aber früher dafür umso selbstverständlicher zum Alltag gehörten, wurden hier noch einmal ausgepackt und vorgeführt.

Ein Kartoffelroder etwa, der Erde und Kartoffeln ausgrub, dabei die Knollen vom Erdreich trennte und so das Aufsammeln ermöglichte, war damals ebenso genial wie die Sackkarre, auf der man seine Last nicht nur transportieren, sondern auch auf eine hebefreundliche Höhe hochziehen konnte.

Wasserverdampfer

Für Lärm sorgte der "Wasserverdampfer" auf dem Hof, der zum Antrieb einer Steinmühle genutzt wurde und dessen Kühlung ganz einfach durch verdampfendes Wasser geregelt wird. Er ist eins der "Kombigeräte" - "da kann man auch Eier drin kochen". Ganz so ernst meint Franz-Josef Loick, Mitorganisator und Mitglied der Schlepperfreunde Lembeck, das dann aber doch nicht.

Wichtig ist ihm die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein: "Hätten wir hier nur Traktoren, würden uns ja zum Beispiel die Buchweizenpfannkuchen fehlen!" Und das wäre wirklich schade, schließlich hatte Christine Bruns ganze zwölf Pfund Teig angerührt: "Pfannkuchen werden immer gegessen", erklärt sie.

Sie wird regelmäßig um ihre Hilfe beim Backen der Spezialität gebeten. "Buchweizen, kalter Kaffee, Speck, Eier, mehr ist da eigentlich gar nicht drin", verrät sie - es sind eben manchmal die ganz einfachen Dinge, die begeistern.

Pfannkuchen

Leo Löchteken vom Heimatverein weiß noch so manche Geschichte von Buchweizenpfannkuchen zu erzählen, er nimmt aber auch gerne mal den Dreschflegel in die Hand. "Früher sang man ein Lied dazu und arbeitete im Takt, da kam man sich nicht in die Quere und die Arbeit wurde nicht langweilig", erklärt er. Neue Arbeit steht dem Heimatverein auch bevor: Ein alter Melkstall soll auf dem Hof wieder aufgebaut werden, vielleicht sogar mit einem Backofen als Ergänzung, für das selbst hergestellte Brot.

Direkt am Eingang steht übrigens noch das zweite "Kombimodell", das Trecker und Schieber in sich vereint: ein alter Kinderwagen. kab

Lesen Sie jetzt