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Drogenbesitz: Bewährungsstrafe für Dorstener

Gerichtsprozess

ESSEN/DORSTEN Aufatmen bei einem 34-jährigen Dorstener: Das Landgericht Essen hat den Angeklagten am Dienstag „nur“ wegen des Besitzes von knapp 300 Gramm Marihuana zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

von Von Martin von Braunschweig

, 20.04.2010

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft dem Mann noch den Besitz von rund 14 Kilogramm Marihuana und Amphetamin zur Last gelegt. Die schweren Vorwürfe waren nach einer belastenden Aussage eines früheren Bekannten des 34-Jährigen zur Anklage gelangt. „Dieser Zeuge galt bis dahin eigentlich als verlässlich“, hieß es in der Urteilsbegründung. In der jetzigen Verhandlung vor Gericht hatte der Zeuge jedoch die Aussage verweigert – wohl, um keine Falschaussage zu machen. „Danach konnten wir den Angeklagten nicht mehr mit der erforderlichen Sicherheit verurteilen“, sagten die Richter.

Am Ende blieb es also bei den knapp 300 Gramm Marihuana, die die Polizei im Juni 2009 bei einer Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten sichergestellt hatten. „Dafür mussten sie bestraft werden“, so die Richter, die außerdem feststellten: „Was uns besonders ärgert, ist, dass in ihrer Wohnung auch Kinder lebten. Diese sollten unter allen Umständen von Drogen ferngehalten werden.“Neben der Bewährungsstrafe wurden dem Dorstener die Auflagen erteilt, 1500 Euro an die Gerichtskasse zu zahlen und schnellstmöglich eine ambulante Drogentherapie zu machen.