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Duesberg-Betriebe melden Insolvenz an

30.10.2007

Dorsten "Die ,Geiz ist geil'-Mentalität hat uns das Genick gebrochen. Und der Aufschwung kam für uns etwas zu spät." So begründet Prokurist Martin Noetzel, warum zwei Firmen der traditionsreichen Dorstener Duesberg-Gruppe jetzt das vorläufige Insolvenzverfahren einleiten mussten.

Darüber wurden die insgesamt 120 Mitarbeiter gestern in zwei Betriebsversammlungen informiert. Betroffen sind die Wilhelm Otto Duesberg GmbH, die unter anderem technische Öle und Fette zur Autopflege herstellt, und die Dr. Duesberg medical GmbH, die sich auf kosmetische und medizinische Erzeugnisse spezialisiert hat. Das dritte Standbein der Duesberg Gruppe, die Rohrbeck GmbH & Co. KG Kunststoffspritzguss, ist nicht vom Insolvenzverfahren berührt.

"Wir sind aber optimistisch, dass es auch für unsere beiden anderen Firmen weitergeht", schaut Noetzel nach vorn. Die Produktion an der Hohefeldstraße solle unvermindert weitergehen. Und mit dem Essener Anwalt Bernd Depping, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde und unlängst bereits DeKoWe zu einem neuen Start verholfen hat, sollen in den nächsten Monaten Wege gefunden werden, wie in veränderter Form beide Betriebe gerettet werden können.

Viele Patente

Basis für die Zukunft sind die vielen Duesberg-Patente. Seit seiner Gründung im Jahre 1883 durch Wilhelm Otto Duesberg hat das Unternehmen unzählige unterschiedliche Produkte entwickelt, angefangen von der Lederpflege über Fette, Farben, Lacke, Reinigungsmittel und Autopflege-Produkte, Unkrautvertilgungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel bis hin zu kosmetischen und Gesundheitspflege-Erzeugnissen. Zu den Kunden der Unternehmensgruppe gehört auch der Aldi-Konzern. kdk

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