Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ein Dorf im Umbruch

Holsterhausen Wer heute das friedliche Dorsten mit seinen Stadtteilen betrachtet, die früher selbstständige Gemeinde waren, kann sich kaum vorstellen, wie aufregend es in den Jahren zwischen der Jahrhundertwende 1900 und 1933 in dem Herrlichkeitsdorf Holsterhausen zugegangen ist.

18.10.2007

Nachdem der Ökumenische Geschichtskreis Holsterhausen Anfang des Jahres einen Text-Bildband über die nationalsozialistischen Jahren herausgebracht hat, legt er jetzt einen weiteren umfangreichen Band vor. Unter dem Titel "Holsterhausen im Umbruch 1900 bis 1933. Kaisers Krieg und Weimars Not" befasst er sich mit jenen wirtschaftlich und politisch virulenten Jahren nach der Jahrhundertwende.

Text-Sammlung

Im Auftrag des Geschichtskreises bediente sich Wolf Stegemann aus bereits erschienen lokalhistorischen Veröffentlichungen, straffte oder erweiterte sie und reicherte sie mit historischem Bildmaterial an. So stammen die Darstellungen über die Wirren der Spartakistenaufstände und der Roten Ruhr-Armee, die Kämpfe zwischen Freikorps und Aufständischen, die Mordopfer auf beiden Seiten forderten, sowie die Zeit der belgischen Besatzung aus der Feder Anke Klapsing-Reichs, die ihre Magisterarbeit in dem 1986 erschienenen Band "Dorsten zwischen Kaiserreich und Hakenkreuz der damaligen Forschungsgruppe "Dorsten unterm Hakenkreuz" in abgewandelter Form verarbeitet hat.

Hilfreiche Quellen

Aus eben diesem Band wurde auch der Beitrag von Dr. Norbert Reichling über den Elternstreik (1920/21) für religionslosen Schulunterricht entnommen. Auch Jubiläumsfestschriften und frühere Ausgaben des Heimatkalenders für die Herrlichkeit Lembeck dienten als hilfreiche Quellen.

So entstand ein 120 Seiten starker Band mit mehr als 100 Abbildungen, der ab sofort für acht Euro in Holsterhausen im Kaufhaus Honsel, in der Bäckerei Nolte (Borkener Straße) und anderen Geschäften erhältlich ist.

Am Dienstag, 23. Oktober wird Wolf Stegemann um 20 Uhr im Gemeindesaal der ev. Kirche in Holsterhausen, Martin-Luther-Straße, einen Einblick in dieses virulente Zeit geben.

Lesen Sie jetzt