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Ein Herz für ausgebranntes Ehepaar aus Barkenberg

Senioren haben neue Wohnung

WULFEN Aussichtslos erschien die Zukunft für die Eheleute Edeltrud und Werner Witteler. Ihre Wohnung Am See brannte Donnerstag völlig aus. Sie haben alles verloren. Doch der CST-Pflegedienst aus Lippramsdorf zeigt Herz für das Barkenberger Ehepaar.

von Von Elke Rüdiger

, 21.04.2010
Ein Herz für ausgebranntes Ehepaar aus Barkenberg

Noch mitgenommen vom Schicksalsschlag: Edeltrud und Werner Witteler haben bei einem Brand ihr Hab und Gut verloren. Sie sind dankbar, beim CST-Pflegedienst in Lippramsdorf eine kurzfristige Heimat gefunden zu haben. Claus Schulze-Tenberge (l.) hat dafür seine Wohnung geräumt. Mit auf dem Foto (v.r.) Friedhelm Odewald (Pflegedienst), Rainer und Walburga Witteler.

Die beiden 85 und 86 Jahre alten Senioren werden seit September vom Pflegedienst aus Lippramsdorf betreut. Ein Glücksfall. Denn der Chef, Claus Schulze-Tenberge, räumte kurzerhand seine rund 100 qm große Wohnung in Lippramsdorf für das obdachlose Ehepaar. Vergangenen Donnerstagabend verursachte ein Kurzschluss im Wäschetrockner des Ehepaares einen Schwelbrand. Irgendwann wunderte sich die Seniorin: „Da stinkt doch was...“ Sie ging dem Geruch nach, aus dem Badezimmer schlugen ihr die Flammen entgegen. Sie behielt die Nerven, wollte Hilfe per Telefon rufen, die Leitung war schon tot. Während sie mit ungeahnten Kräften ihren schwer gehbehinderten Gatten auf den Balkon rettete, hatte ein Nachbar den Rauch entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Wittelers wurden mit leichten Rauchvergiftungen ins Sixtus- und Elisabeth-Krankenhaus gebracht. Als Schulze-Tenberge den Schaden begutachtete, zögerte er nicht lange: „Ich dachte sofort an meine Wohnung!“ Seine Familie und Kollegen spielten mit. Die Familie nahm den Schwager auf: „Wir rücken alle etwas zusammen. Das geht schon für vier bis fünf Wochen.“ Alle fassten mit an, um es den „alten Herrschaften“ gemütlich zu machen. Das Ehepaar ist glücklich über die Hilfe, doch die Trauer bleibt: „Wir haben alles verloren, wie sollen wir das noch aufarbeiten?“