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Ein Horst für Störche

Dorsten Allmählich rüsten sich die Störche für den weiten Flug in ihr Winterquartier. Und unter den Natur- und Heimatfreunden wächst die Hoffnung, dass Dorsten sich dauerhaft als "Storchen-Standort" etabliert.

01.08.2007

Dazu soll ein erweitertes Angebot an Nistplätzen beitragen. Neben dem Stammplatz von Werner und Luise am Brauckweg in Hervest soll in gut 200 m Entfernung nun doch eine weitere Nisthilfe installiert werden, die unter Naturschützern zunächst umstritten war. "Aber der Kreis hat jetzt zugestimmt und damit steht der Aufstellung nichts mehr im Wege", glaubt Horst Papenfuß vom NaBu Dorsten, dass das Nahrungsangebot der Wenge auch für zwei Storchenfamilien reichen wird.

Außerdem soll ein dritter Nistplatz in den Rhader Wiesen dafür sorgen, dass Meister Adebar auch den Dorstener Norden wieder für sich entdeckt. Allerdings wird nicht automatisch aus jedem Wagenrad in luftiger Höhe ein Storchennest. "Im Kreis Wesel sind mehr als 50 Nistplätze vorbereitet worden, sie haben aber bisher keinen großen Anklang gefunden."

Dass in diesem Jahr in Hervest immer wieder Störche auftauchten und ihren alteingessenen Artgenossen den Horst streitig machen wollten, spricht dafür, dass die Wenge unter einer Flugroute liegt und Störche sich auch an ihresgleichen orientieren. Motto: "Wo schon andere wohnen, muss sich das Storchenleben lohnen!"

Trennung steht bevor

Wenn die fünfköpfige Familie des Sommers 2007 sich nach Spanien oder Afrika verabschiedet, wird das Wiedersehen mit den Jungtieren auf sich warten lassen. Drei oder vier Jahre lang bleibt ihr Winter- auch das Ganz-Jahres-Revier. Denn erst, wenn sie nach der "Halbstarken-Zeit" selbst eine Familie gründen wollen, zieht es sie in die alte Heimat zurück.

Zur Zeit werden die Ausflüge immer länger. Wer Glück hat, dem können beim Spaziergang im Grünen weit außerhalb von Hervest unverhofft langbeinige "Wandervögel" begegnen. Aber nicht mehr lange: Im letzten Jahre begaben sich die Jungstörche schon Anfang August auf die Reise in den Süden. Die Eltern folgten im September. Und für den großen Freundeskreis beginnt dann die Zeit des Wartens und des Hoffens auf ein Wiedersehen im März 2008. kdk

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