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Ein "Wenn-Dann-Beschluss"

Planungsausschuss

HERVEST Am Ende der Sondersitzung stand ein fast einstimmiger Beschluss. Der Planungsausschuss entschied am Dienstag, dass die Verwaltung alle Aspekte des Tedo-Konzepts für Fürst Leopold gründlichst überprüfen soll, bevor die eigentliche Entscheidung fällt.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 20.04.2010

Dass eine große Mehrheit zustande kam, lag an einem Zusatzantrag der SPD, der auch von CDU, FDP und Grünen begrüßt wurde. Danach soll die Verwaltung mit der Tedo und den Harsewinkel-Kaufleuten konkrete Entwicklungsziele formulieren um die Hervester Einkaufsstraße und ihren Siedlungsbereich städtebaulich einzubinden.

Vorher sprach Gutachter Michael Karutz nochmals Klartext. Er bescheinigte dem neuen Konzept höchste Funktionalität und eine optimale Verkehrs-Anbindung. Es habe aus seiner Sicht jedoch einen Schönheitsfehler: "Es stellt die ursprüngliche Planung auf den Kopf. Der Harsewinkel wird so seine Nahversorgungs-Funktion unweigerlich verlieren und Hervest ein neues Zentrum bekommen. Dabei wäre mit etwas gutem Willen die West-Lösung möglich gewesen."WIR-Fraktion lehnt den Beschlussvorschlag ab

Darauf berief sich Martin Hagemann (Wir-Fraktion), der als einziger den Beschlussvorschlag kategorisch ablehnte: "Kosmetische Maßnahmen werden den Harsewinkel-Abstieg zum 3b-Standort nicht verhindern."

Dies sah Horst Papenfuß (Grüne) ganz anders: "Beim Bürgerforum konnte man den Eindruck bekommen, dass die Werbegemeinschaft alles durch die rosarote Brille sieht. Die Situation ist bestenfalls ausreichend. Hervest ist heute ein Stiefkind und darf es nicht bleiben."

Kein Freifahrtschein Auch Stefan Risthaus (CDU) argumentierte, man dürfe Hervest nicht vorenthalten, was man Rhade, Wulfen oder Holsterhausen zugestehe: "Aber der heutige Beschluss ist trotzdem kein Freifahrtschein. Eine spätere Zustimmung gibt es nur, wenn die Prüfung ergibt, dass das Konzept Hervest zuträglich ist." Dirk Schult (SPD) hatte noch ein paar Vorbehalte mehr ("wir hören vom Investor schöne Melodien, brauchen aber belastbare Zusagen"), sah aber im Gesamtkonzept auch eine echte Chance für Hervest.

Und Stadtbaurat Holger Lohse machte klar: "Die Entscheidung darf nicht aus dem Blickwinkel einer Straße oder des Objektbetreibers, sondern mit Blick auf den gesamten Ortsteil fallen."