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Eltern von Ergebnis enttäuscht

Schermbeck An einem Gespräch in der Kindertagesstätte St. Ludgerus über das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiZ) beteiligten sich am Mittwochnachmittag neben den Elternratsvertretern Oliver Katzenberger, Antje Leisten und Michael Spix auch der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hüsken, der Schermbecker CDU-Vorsitzende Christian Hötting und Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter.

12.10.2007

So sehr der Elternrat dieses Gespräch auch begrüßte, so wenig war man doch mit dem Ergebnis des Gespräches zufrieden. "Herr Hüsken bemühte sich, die gestellten Fragen zu beantworten, konnte aber die anwesenden Eltern nicht wirklich zufrieden stellen", erläuterte Oliver Katzenberger gegenüber der "Dorstener Zeitung".

Fragen zur operativen Umsetzung des Gesetzes seien meist mit der Aussage "Warten wir das mal ab" beantwortet worden.

Die Elternvertreter machten gegenüber den Politikern deutlich, dass das Gesetz in der Elternschaft für Verunsicherung sorge. "Wenn man an alles gedacht hat seitens der Politik und der Spitzenverbände", gab Katzenberger zu bedenken, "wieso tauchen dann so viele Fragen auf?" Erfahrungen aus Pilot-Untersuchungen, Analysen und Gespräche hätten innerhalb von eineinhalb Jahren offensichtlich nicht dazu beigetragen, Antworten auf normale Elternfragen zu finden. So zweifeln die Elternvertreter der Ludgerus-Kindertagesstätte grundsätzlich an, dass im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens überhaupt mit Eltern gesprochen wurde.

Die von Wolfgang Hüsken genannten Vorteile des neuen Wahlrechtes zweifeln die Eltern ebenfalls an. "Und diese Zweifel", so Katzenberger, konnten bisher nicht ausgeräumt werden."

Am Schluss der Diskussion versprach Christian Hötting, den vom Elternrat vorbereiteten Fragenkatalog mit seinem bereits verfassten Brief abzustimmen und zusätzliche Fragen aufzunehmen, um sie Wolfgang Hüsken weiterzuleiten. Hüsken sagte zu, die Fragen zur Klausurtagung mitzunehmen und mögliche Antworten an die Schermbecker Eltern weiterzuleiten.

Enttäuschung macht sich bei den Eltern breit. Das Gesetz sei so gut wie verabschiedet. "Und das in seiner jetzigen Form, ohne Änderungen, ohne Berücksichtigung der Proteste", bedauert Katzenberger. H.Sch

Am 24. Oktober findet ab 18 Uhr eine Mahnwache zum KiBiZ vor der Volksbank in Schermbeck statt.

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