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Entinger: Clement im Abseits

DORSTEN Die Äußerungen des früheren Ministerpräsidenten Wolfgang Clement sorgen für heftige Turbulenzen in der SPD. Stadtverbandsvorsitzender Carsten Entinger geht im Interview deutlich auf Distanz.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 21.01.2008
Entinger: Clement im Abseits

Carsten Enrtinger geht auf Distanz zu Wolfgang Clement.

Ein prominenter SPD-Politiker erklärt in der heißen Wahlkampf-Phase eine sozialdemokratische Kandidatin für nicht-wählbar. Wenn Clement Mitglied des Dorstener Stadtverbandes wäre, würden Sie seinen Partei-Ausschluss beantragen?

Entinger: Ich denke da genauso wie Peter Struck. Jemand, der sich so äußert, der hat sich selbst außerhalb der SPD gestellt. Käme er aus Dorsten, würden wir im Stadtverbands-Vorstand über einen Ausschluss-Antrag diskutieren.

Die SPD leidet unter Mitgliederschwund. Fürchten Sie, dass Clement jetzt eine weitere inhaltliche Kontroverse auslösen könnte, die diesen Trend verstärkt und auch in Dorsten Auswirkungen hat?

Entinger: Nein, das glaube ich nicht. Hartz IV hat heftige Diskussionen ausgelöst, aber die SPD beginnt nun wieder sich neu zu formieren und ihre Identität zu finden.Uns gibt es seit 114 Jahren in Dorsten und wenn man sich mit der Parteigeschichte beschäftigt, sieht man, dass die Themen fast die gleichen geblieben sind - für überzeugte Sozialdemokraten gibt es beispielsweise in den Bereichen Bildung und Mitbestimmung auch heute noch viel zu tun!

Wie ist denn in der früheren Zechenstadt Dorsten heute die Position der SPD in der Energiepolitik, wo in Sachen Kernkraft und Kohlekraftwerke gerade durch die Klimadebatte einiges in den Wandel geraten ist?

Entinger: Wir stehen zu den Beschlüssen unseres Bundesparteitages. Das heißt, wir sind für einen Energiemix inclusive der Kohle und langfristig für einen Ausstieg aus der Kernkraftnutzung. Da wird versucht, Gefahren zu verniedlichen - viele haben offenbar Tschernobyl schon wieder vergessen.

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