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Es grünt zu grün. . .

Dorsten "Ungepflegt, verwahrlost, zugewuchert!" Die Klagen über öffentliche Grünflächen mehren sich. Dabei schlagen sich Martin Hollstegge und sein städtisches Team tapfer, stehen aber beim großen Pflegebedarf für 230 Hektar Fläche auf verlorenem Posten.

28.08.2007

Während das Budget mit 479 000 Euro seit vielen Jahren eingefroren ist, sind immer mehr öffentliche Grünflächen dazugekommen. Allein 150 Spielplätze wollen gepflegt sein, parkähnliche Anlagen, Wiesen, Sträucher, Bäume bis hin zum Mittelgrün der Straßen - der Bedarf ist riesig, die Ansprüche vielseitig.

Vor allem in Barkenberg (Hollstegge: "An sich toll durchgrünt!"), wachsen die 30, 40 Jahre alten Eichen und Platanen der Stadt wortwörtlich über den Kopf. "Wir können und dürfen wegen der Finanzauflagen nur das absolut Nötigste für den Erhalt unserer Anlagen tun", erklärt Hollstegge, "das Pflegebild orientiert sich daher am untersten Pflegelevel."

Dabei sind die 28 für Grünflächenpflege zuständigen Mitarbeiter tagtäglich im Stadtgebiet unterwegs: Rasenmähen, Sträucher zurückschneiden, Problemfälle beheben. Gefahrenabwehr hat absoluten Vorrang, Anspruch auf ein optimales Erscheinungsbild haben nur wenige Vorzeigeobjekte.

Private Mitstreiter

Deshalb hofft die Stadt jetzt verstärkt auf private Mitstreiter, die bereit sind, in ihrem Ortsteil zuzupacken. "Das kann in unterschiedlichster Form geschehen", appelliert Hollstegge an alle hilfsbereiten Dorstener, Patenschaften für einen bestimmten Grünbereich zu übernehmen. Bisher haben sich sechs Personen gemeldet und Hollstegge hat noch einige weitere Interessenten in der Hinterhand. Zum Jahresende soll dann errechnet werden, wie viel dieser ehrenamtliche Einsatz der Stadt Mittel einsparen hilft, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden können.

Daher ist jeder Helfer hochwillkommen, auch, wenn die Fluktuation voraussichtlich groß sein wird und das Aussehen der Stadt sich nur in bescheidenem Maße verbessert. Aber immerhin: Das geschieht dann meist vor der Haustür der Grün-Paten, in ihrem Wohn- und Lebensbereich.

Optimale Herrichtung?

Gesetzt den Fall, er hätte bei der Finanzaufsicht einen Wunsch frei, was brauchte Hollstegge an Mitteln, damit die Anlagen optimal hergerichtet wären? "Wenn man uns das Geld fast verdoppelt, dann reichte es für den doppelten Pflegegang-Anteil", träumt Martin Hollstegge einen grünen Traum, "wenn wir statt zwei bis dreimal jährlich, vier, fünf oder sechs Mal vor Ort sein könnten, dann hätten wir ein Pflegebild, wie es sich alle wünschen." kdk

Martin Hollstegge, Tel. 66 54 60, und Werner Schmidt, Tel. 66 54 72, freuen sich über jeden Anrufer, der eine Grünflächen-Patenschaft übernehmen will.

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