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Etwas auf dem Kasten haben

24.08.2007

In unserem zweiten Teil unserer Serie "Geflügelte Worte" erklärt uns Petrinumschülerin Daniela Latzel die die Redewendung "Etwas auf dem Kasten haben".

Etwas auf dem Kasten haben meint, dass jemand schlau ist, viel weiß, und hat zwei Varianten.

Variante 1: Ende des 16./ Anfang des 17. Jahrhunderts hatten die Schüler und Schülerinnen noch keine Schulranzen aus Stoff oder Kunststoff, da diese Stoffe einfach viel zu teuer waren. Deshalb mussten sie täglich schwere, hölzerne Tornister zur Schule tragen. Diese Kästen waren hohl und enthielten Kreide, einen Wischlappen und etwas zu essen, weil der Weg zur Schule damals für die meisten Kinder noch sehr weit war. Im Unterricht wurde dieser Kasten dann umgedreht und mit Kreide beschrieben, da Papier zu dieser Zeit höchstens den Reichen und dem Klerus vorbehalten war. Die Schüler schrieben auf ihren hölzernen Tornistern Arbeiten und Hausaufgaben. Weil kluge Kinder mehr aufschreiben konnten, hatten sie früher auch mehr "auf dem Kasten".

Variante 2: Wenn ein Schüler eine Aufgabe gut gemacht hatte, bekam er vom Lehrer eine Verzierung auf seinen Holz-Tornister gemalt. Noch heute gibt es in der Grundschule z.B. ein Smiley für eine gute Leistung. Ob jemand gut in der Schule war konnte man daran erkennen, wie viele Verzierungen er "auf dem Kasten hatte".

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