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Ex-Ehemann bekommt 27 Monate

Dorsten Es war eine verzwickte Geschichte, dieser Vergewaltigungsvorwurf einer marokkanischen Frau gegen ihren Ex-Mann. Doch das Dorstener Schöffengericht glaubte am Ende der gestrigen Fortsetzungsverhandlung der 30-Jährigen.

25.10.2007

Zwei Jahre und drei Monate, so lautete der Urteilsspruch. "Ich habe keine Gewalt angewendet, es war freiwillig", hatte der Angeklagte, ein 32-jähriger Deutsch-Marokkaner, zuvor noch erklärt. Doch die Aussagen der Ex-Frau, die er im September 2005 geheiratet und im Dezember 2005 nach Deutschland geholt hatte, erschienen Richterin Regine Heinz plausibler. Es war keine schöne Ehe für die junge Frau. Nach ihren Aussagen liebte sie den Ehemann, den sie vor der Hochzeit nur kurz kennen gelernt hatte, er hingegen merkte schnell, dass er keine Gefühle für die Ehefrau empfinden konnte. Mitschülerinnen im VHS-Deutschkurs registrierten schnell, dass mit der jungen Frau etwas nicht stimmt. "Sie hat oft geweint", erklärte eine türkische Frau im Zeugenstand, "meine Frage, ob sie geschlagen wird, verneinte sie aber". Auch der Deutsch-Pädagoge merkte, dass die Frau Probleme hat und bat eine Schülerin aus Ruanda, sich um die Marokkanerin zu kümmern. Was diese hörte, bewog sie, mit der jungen Ehefrau zur Polizei zu gehen. "Sie sagte, sie sei zwei Mal vergewaltigt worden, wollte aber nicht, dass ihrem Mann etwas passiert", sagte die Frau aus Ruanda.

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