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"Faustlos" mit Konflikten umgehen

20.08.2007

Wulfen Rollentausch an der Grünen Schule in Barkenberg: Am Samstag, 18. August, hatten die Lehrer Zettel und Stift zur Hand, um bei ihrer Schulung zum Projekt "Faustlos" einen Tag lang dazuzulernen.

Referentin Helga Gutzke ist im Auftrag des Heidelberger Präventionszentrums in Dorsten unterwegs und zeigt den Lehrern interessierter Schulen, wie soziale und emotionale Kompetenzen bei Kindern gefördert werden können.

Schulleiter Bert Domnick erhofft sich durch die Schulung "Möglichkeiten, neue Wege zu erarbeiten, miteinander umzugehen. Die Kinder sollen lernen, Konflikte selbständig zu lösen, so dass sich die Lehrer mehr zurückziehen können". Das Ziel ist durch Teamwork noch besser erreichbar. Aus diesem Grund haben auch vier Mitarbeiter des offenen Ganztagsbereichs den Weg in die Grüne Schule gefunden.

Drei Bausteine

"Faustlos beinhaltet drei Bausteine: Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut", erklärt Gutzke. "Es geht nicht primär um Minderung von körperlicher Gewalt, sondern darum, den Kindern beizubringen, wie man sich innerhalb einer Gruppe verhält".

Das Kollegium bekommt Materialien gestellt, dessen Kosten von der Pelz-Anfelder-Stiftung übernommen werden. "Faustlos ist ein langfristiges Projekt, das über drei Jahre mit je einer Unterrichtsstunde pro Woche umgesetzt wird", so Gutzke. In welchem Unterricht die Umsetzung stattfindet sei nicht genau definiert. Die Lehrer können die Materialien in den Deutsch- oder Religionsunterricht einplanen. Dazu bekommen sie ein Hand- und ein Einweisungsbuch, dessen Einsatz die Pädagogen während der Schulung beigebracht bekommen.

"Es ist wichtig, dass nicht erst gehandelt wird, wenn die Not groß ist", meint Hilke Weinbrich, die für die Jugendförderung in Dorsten verantwortlich ist. "Deswegen finden die Schulungen zunächst in Kindergärten und Grundschulen statt." Zehn von 15 Grundschulen in Dorsten haben bereits ihr Interesse an "Faustlos" bekundet. kw

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