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Freunde tanzten Capueira

02.08.2007

Dorsten "Wenn man morgens um elf mit fröhlichen Menschen Samba tanzt, kann man das Elend um sie herum fast vergessen." Diese in Recife gesammelten Empfindungen von Hans-Jochen Schräjahr charakterisieren das Wechselbad der Gefühle, in das die zehnköpfige Reisegruppe der St. Antonius-Gemeinde unter der Leitung von Pfarrer Ludger Ernsting während ihres 17-tägigen Brasilienbesuchs (11. bis 29. 7.) gestürzt wurde.

Herzlichkeit

Seit vielen Jahren pflegt die Antonius-Gemeinde intensive Beziehungen zu verschiedenen Hilfsprojekten in Brasilien. Der freundschaftliche Kontakt zur Gemeinde San Antonio in Campo Formoso wurde vor drei Jahren durch einen Partnerschaftsvertrag intensiviert. Zum Weltjugendtag vor zwei Jahren waren die Brasilianer in Dorsten zu Gast - "Jetzt waren wir wieder dran", erzählt Pastor Ernsting, der sich darüber freut, dass dank finanzieller Unterstützung diesmal auch einige Jugendliche aus der Gemeinde daran mitwirken konnten, "menschliche Brücken zu bauen".

"Die Herzlichkeit der Menschen ist einfach toll", ließen sich Sarah Czichowsky und Florian Kerd von der brasilianischen Gastfreundschaft überwältigen. Höchstpersönlich war eine Delegation im Bus aus Campo Formoso nach Salvador - der ersten Station der Dorstener - gerumpelt, um die deutschen Freunde abzuholen und sie ins 600 km entfernte "schöne Land" zu bringen, wie "Campo Formoso" wörtlich übersetzt heißt.

"Eine so grüne Landschaft hatte ich gar nicht erwartet", ist Margarete Schräjahr fasziniert von Land und Leuten: "Sie haben uns in ihre bescheidenen Häuser eingeladen und uns an ihrem Alltagsleben teilhaben lassen."

Bei einem Fest der Kulturen versuchten sich auch die westfälischen Gelenke mit unterschiedlichem Erfolg am "Capueira", einer von Trommeln und Tambourin begleitete Mischung aus Tanz und Selbstverteidigung, die Körper- und Selbstwertgefühl der Jugendlichen stärken soll.

Besuche des Brunnenprojektes, des Menschenrechtszentrums in Nova Iguacu, von Kinderdörfern und -heimen und dem Straßenkinderprojekt in Recife - alle Begegnungen bestärkten die Reiseteilnehmer darin, wie wichtig die Partnerschaft für beide Seiten ist: "Unsere Hilfe ist notwendig, aber wir können auch sehr viel von unseren brasilianischen Freunden lernen." sing

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