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Frische Brise oder finale Flaute?

In den nächsten Wochen kann sich die Zukunft des Lippetor-Centers entscheiden

29.05.2007

Dorsten «Es bewegt sich was: Frischer Wind für die City.» Mit diesen Worten macht die Essener Schulte-Fatih-Gruppe im Internet auf ihr «einzigartiges Konzept für Dorsten» aufmerksam. Wie berichtet hatten die Projektentwickler zuletzt Anfang Februar angekündigt, dass sie das insolvente Lippetor-Center von der Sächsischen Landesbank erwerben, abreißen und auf erweiterter Fläche als hochmodernes, attraktives Einkaufs-Zentrum neu gestalten wollen. Seitdem ist viel Wasser die Lippe hinunter geflossen. Und weil weder vom potenziellen Investor noch von der Stadt irgendwelche Erfolgsmeldungen publiziert wurden, die auf etappenweise Fortschritte hindeuten könnten, wachsen bei den Skeptikern mittlerweile die Zweifel: «Der frische Wind scheint überwiegend aus heißer Luft zu bestehen.» «Ein Projekt dieser Größenordnung beansprucht viel Vorarbeit, die nicht kommunizierbar ist», widerspricht Projektentwickler Hans Reidick. In drei Wochen solle zumindest der Schleier über dem Architektur-Entwurf etwas gelüftet werden. Das Interesse potenzieller Mieter sei zwar riesengroß, aber vor einem unterschriftsreifen Vertrag müssten zunächst die Hausaufgaben erledigt sein. «Wir benötigen baurechtliche Sicherheit, damit wir eine belastbare Grundlage für unsere Verhandlungen haben», verweist Reidick darauf, dass Stadt und Politik erst den konkreten Rahmen für das Projekt im Detail abstecken müssen. Wichtige Anhaltspunkte dafür soll das neue Einzelhandels-Gutachten liefern, das jetzt im Rathaus vorliegt und am 12. Juni veröffentlicht werden soll. Auf Basis dieser Untersuchung will der Rat Gefüge und Größenordnung des Handels in der Innenstadt und den Nebenzentren der Ortsteile für die Zukunft festlegen. Daraus wird sich auch ergeben, ob die fast 17 000 qm Verkaufsfläche auf drei Etagen im neuen Lippetor-Center realisiert werden dürfen, das durch zwei Dachgeschossen zusätzlich noch 540 Parkplätze bieten soll. Reidick gibt sich zuversichtlich: «Geht alles glatt, dann könnten wir im ersten Quartal 2008 mit dem Rückbau beginnen.» kdk

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