Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeinsam den letzten Weg nehmen

Palliativ-Gespräch Krankenhaus

17.05.2007

Er hat Mitstreiter gefunden, die wie er um ein menschliches Sterben mitten in der Gesellschaft bemüht sind, allen voran der Hospizdienst. Neu entstehen soll ein Netzwerk, das schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen alle Hilfen bietet, um die letzte Phase des Lebens in Würde und in vertrauter Umgebung ermöglichen zu können. Um sich auf einen neuen Weg zu machen, lud Bürgermeister Lütkenhorst in der vergangenen Wochen zu einem Palliativgespräch ein. 25 Ärzte fanden sich bereit, über einen anderen Umgang mit Schwerkranken nachzudenken. «Weil ich mitbekommen habe, dass wir im Bereich der palliativen Versorgung besser werden können», nannte Lütkenhorst die Begründung für sein Bemühen. «Schwerkranke werden nicht optimal versorgt, manche sogar schlecht», befand Dr. Berthold Schreiber, der als Mediziner aktiv die Hospizarbeit unterstützt. Ihm schwebt vor, die vorhandenen Strukturen zu nutzen, Krankenhaus, niedergelassene Ärzte, Hospiz- und Pflegedienste «besser zu bündeln und beispielsweise eine Hotline einzuführen, die 24 Stunden zur Beratung bei Problemen verfügbar sein kann». Im Gespräch wurde die derzeitige Situation klar analysiert und Wünsche für neue Schritte geäußert. Dr. Peter Tönnies (Foto), Ärztlicher Direktor am St. Elisabeth-Krankenhaus, schließt sich, wie das gesamte Haus, dem Vorhaben an: «Wir möchten die Patienten auf ihrem letzten Weg begleiten, möglichst Zuhause in vertrauter Umgebung, aber dazu sind Hilfen für niedergelassene Ärzte nötig.» Im Krankenhaus könne eine Einrichtung entstehen, die in Wohnzimmer-Atmosphäre eine Brücke baut zwischen stationärer Behandlung und der Pflege im eigenen Heim. «Wir verstehen uns als Kommunikationszentrale, wir könnten das Netzwerk von hier aus auf den Weg bringen und Ansprechpartner sein», blickt Tönnies in die Zukunft. Er wird den Kontakt zu den niedergelassenen Kollegen intensivieren: «Ich hoffe, in diesem Jahr schon Strukturen darstellen und etwas verbessern zu können.» Sein Ziel: «Menschlichkeit neben Medizin.» Dr. Schreiber betonte: «Der Satz, ich kann nichts mehr für Sie tun, gilt nicht mehr. Die Ärzte müssen jetzt mit den Patienten sterben, sie können sich nicht mehr abwenden.» se

Lesen Sie jetzt