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Gesamtschüler gestalteten „Nacht der Literatur“

Gustav Sack und andere Erzählungen

SCHERMBECK Etwa 40 Schermbecker Leseratten beteiligten sich Freitagabend an einer „Nacht der vergessenen Dichter“ im Heimatmuseum an der Steintorstraße. Steffen Stadthaus übernahm im ersten Teil die Führung durch die von ihm gestaltete Ausstellung über Gustav Sack.

von Von Helmut Scheffler

, 27.04.2010
Gesamtschüler gestalteten „Nacht der Literatur“

Für die musikalische Untermalung der Abendveranstaltung sorgte Gesamtschüler Julian Pyszny mit Gitarrenklängen und eigenen Liedern.

Während eines Rundgangs durch beide Etagen des Museums erläuterte Stadthaus anhand großer illustrierter Schautafeln einzelne Lebensstationen des Dichters, der 1885 in Schermbeck geboren wurde. Eines der 42 Projekte, welche die Gesamtschule im Herbst vergangenen Jahres vorstellte, befasste sich mit dem Dichter Gustav Sack. Mit großer Begeisterung widmeten sich die Mitglieder der Literatur-AG dem Leben und Werk des Dichters.

Schulleiter Norbert Hohmann las einen Textauszug aus dem Roman „Ein verbummelter Student“ vor. Besondere Originalität beinhalteten zwei Dialoge, mit denen Simone Schwalenstöcker und Lucas Nisbach den Dichter und seine Frau Paula zu Wort kommen ließen. Die Dialoge befassten sich mit der wirtschaftlichen Situation des Autors sowie mit seinen Erlebnissen und Empfindungen an der Front in Rumänien. Für Schmunzeln sorgte der von den Schülerinnen ausgearbeitete Dialog dreier Tratschweiber. In diesen Rollen unterhielten sich Simone Schwalenstöcker, Maren Krausa und Anna-Sophie Platte recht abfällig über den Lebenswandel des jungen Dichters. Mit dem Verlesen eines amtlichen Gutachtens über den Dichter und Sacks Schilderungen aus dem „Bergwerk“ beendete Norbert Hohmann die Beiträge zum Dichter Gustav Sack.

Literatur ist keine Frage des Alters. Das bewies die Sechstklässlerin Celine Gerner, die mit sehr viel stilistischem Geschick ihre „Klassenfahrt mit Hindernissen“ Revue passieren ließ. Bianca Barth aus der Klasse 7 b trug die Erzählung „Susi - das dicke Schwein“ vor. Darin analysierte sie die Empfindungen einer gemobbten Schülerin so genau, wie es auch ein Psychologe kaum besser bewerkstelligen könnte. Marina Jungheims sozialkritisches Gedicht und Lucas Nisbachs Gedichte „Danke“, „Die Hand des Teufels“ und „Die Nacht“ rundeten die literarischen Beiträge der Gesamtschüler ab.