Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gewicht liegt auf Jugendarbeit in Hervest

25.10.2007

Dorsten Der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Dorsten für die Jahre 2007 bis 2009 hat die erste parlamentarische Hürde genommen. Nachdem am Mittwoch der Jugendhilfeausschuss den Plan bei zwei Enthaltungen ansonsten einhellig billigte, dürfte auch der Zustimmung des Finanzausschusses nichts mehr im Wege stehen.

Die Fraktionen im Jugendhilfe-Ausschuss trafen ihre Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Allgemein begrüßt wurde, dass die Summe der Fördermittel von fast 268 000 Euro auch in Zukunft zur Verfügung steht. Bedauernd nahmen die Ausschuss-Mitglieder dagegen zur Kenntnis, dass eine Schließung des Jugendheims Ahornstraße nicht zu verhindern ist (Bericht vom 18.10.).

Nach erheblichen Mittelkürzungen der Trägeranteile beider Kirchen war es den evangelischen und katholischen Verhandlungsführern nicht gelungen, in Holsterhausen eine ökumenische Einrichtung zu schaffen. So wird künftig in diesem Ortsteil das katholische Haus der Offenen Tür an der Olbergstraße als einzige Jugendeinrichtung verbleiben, während die Stadt die freiwerdenden Mittel nutzt, um das Nachfolgeprojekt Bahnwaggon zu stützen und so die Kinder- und Jugendarbeit in Hervest deutlich zu verbessern: "Diese Umschichtung ist aus sozialen und regionalen Gründen ist sinnvoll und notwendig", argumentierte die Verwaltung.

Dennoch: "Dies ist ein bitterer Tag. Die Jugendlichen haben das Haus an der Ahornstraße wirklich gebraucht und würden es auch weiter brauchen", kommentierte der wegen Befangenheit aus der Diskussion ausgeschlossene Pfarrer Matthias Overath am Rande der Sitzung.

"Die SPD teilt das Bedauern, begrüßt aber auf der anderen Seite, dass in Hervest mehr möglich ist als bisher", erklärte Hans-Georg Wiemers, "wir stimmen mit Bedenken zu". Ähnlich äußerte sich die CDU. Stefan Ricken: "Wünschenswert wäre zwar ein Mehrfaches an Jugendarbeit, aber finanzielle Zwänge verhindern das. Immerhin ist es gelungen, die Jugendsozialarbeit weiter aufrecht zu erhalten. Und uns ist wichtig: Wir beschließen keine Einschränkungen, weil die Budgets so geblieben sind!" kdk

Lesen Sie jetzt