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Giftgas-Alarm an der Marienstraße

DORSTEN Ein Bewohner eines Hauses an der Marienstraße hat am Samstagnachmittag eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Auch mehrere Feuerwehrleute mussten sich im Krankenhaus behandeln lassen.

von Von Guido Bludau

, 01.03.2008
Giftgas-Alarm an der Marienstraße

Nach dem Rettungseinsatz wurde das Haus an der Marienstraße gründlich gelüftet.

Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Dorsten über eine verletzte Person in einem Wohnhaus an der Marienstraße informiert. Da die Rettungsdienstfahrzeuge eine längere Anfahrt hatten, wurde die hauptamtliche Wache mit einem Löschfahrzeug zur Erstversorgung zum Einsatzort geschickt.

Weil zunächst unklar war, was vorgefallen war, betraten die Feuerwehrleute ohne Atemschutz das Haus. Erst jetzt wurde klar, dass ein Bewohner eine massive Kohlenmonoxid (CO)- Vergiftung erlitten hatte und schnell versorgt werden musste. Um ihn effektiv behandeln zu können wurde er in einer Druckkammer mit einem Rettungswagen transportiert.

Unter Atemschutz das Haus gelüftet

Derweil stellte sich heraus, dass auch die Einsatzkräfte das geruchslose Gas eingeatmet hatten und ebenfalls über Symptome einer CO-Vergiftung klagten. Drei Feuerwehrleute wurden deshalb ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Das Haus wurde anschließend von Feuerwehrleuten unter Atemschutz komplett gelüftet.

Ein angeforderter Schornsteinfeger und eine Heizungsfirma stellten fest, dass bedingt durch den starken Wind des Orkans Emma die Abgase aus dem Schornstein zurück ins Haus gedrückt worden waren. Es kam zu einem Abgasrückstau. Die Anlage wurde am Nachmittag vorläufig stillgelegt.

Die ersten Anzeichen einer CO-Vergiftung beim Menschen sind Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Wer über längere Zeit Kohlenmonoxid einatmet, wird bewusstlos und stirbt womöglich.

Dem Hausbewohner geht es dem Vernehmen nach aber wieder besser. 

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