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Grundschulen bald nur noch zweizügig

Schulentwicklungsplan verabschiedet

SCHERMBECK Die Zahl der Grundschüler wird in den nächsten Jahren sinken. „Man kann davon ausgehen, dass es insgesamt nur noch vier Züge bis zum Schuljahr 2015/2016 geben wird“, so Rüdiger Schütz im Schulausschuss.

von Von Michael Klein

, 27.04.2010

Trotz pessimistischerer Demographie-Prognosen als so manch anderes Institut gab die Projektgruppe „Bildung und Region“ den Schermbecker Schulpolitikern ein positives Fazit mit auf den Weg. „Sie haben eigentlich ein Luxusproblem“, sagte Wolf Krämer-Mondeau und spielte dabei auf die gute Raumausstattung der beiden Schermbecker Grundschulen an und „die fantastische Arbeit der Gesamtschule“. Gemeinsam mit seinem Kollegen Rüdiger Schütz legte er auf der gestrigen Sitzung des Schulausschusses den Entwurf des Schulentwicklungsplans für die kommenden fünf Jahre vor. Die Projektgruppe geht von einem Bevölkerungsrückgang von 7,8 Prozent bis 2028 aus. „In Schermbeck fehlen vergleichsweise viele Männer und Frauen zwischen 20 und 35 Jahren, die für den nötigen Nachwuchs sorgen.“

Und das wird dazu führen, dass in den nächsten Jahren die Zahl der Grundschüler sinken wird. „Man kann davon ausgehen, dass es insgesamt nur noch vier Züge bis zum Schuljahr 2015/2016 geben wird“, so Schütz. Denn die Zahl der Schüler dürfte in den kommenden fünf Jahren von derzeit 515 auf unter 400 zurückgehen.   Bei aller Diskrepanz zwischen Elternwillen und Reglementierung gaben die beiden Gutachter den Politikern die Empfehlung, darauf hinzuwirken, dass beide Grundschulen jeweils zwei Züge inne haben.

Für die Gesamtschule rechnet die Projektgruppe in den kommenden fünf Jahren nicht mit einem Rückgang bei den Schülerzahlen. Sollte es später mit den Schermbecker Schülern zahlenmäßig nicht mehr klappen, müsse die Schule in „fremden Gewässern fischen“. Heißt: versuchen, Schüler aus den Nachbarstädten nach Schermbeck zu ziehen. „Das dürfte aber kein Problem sein, wenn Sie jetzt schon so viele Schüler abweisen müssen.“ Um die Zahl der Grundschüler zu erhöhen, stellte die Projektgruppe zur Diskussion, den Schulverband mit Brünen zu hinterfragen. Das würde derzeit 20 Schüler aus Dämmerwald und Weselerwald nach Schermbeck bringen.