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Gymnasiasten schicken Bundeskanzlerin ein Zeichen des Protestes

Kindersoldaten

DORSTEN Wenn Angela Merkel am Mittwoch ihre Post im Bundeskanzleramt öffnet, wird sie unter den Briefbergen auch ein Päckchen vom St. Ursula-Gymnasium aus Dorsten finden.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 20.04.2010
Gymnasiasten schicken Bundeskanzlerin ein Zeichen des Protestes

<p>Nein zum Einsatz von Kindersoldaten. Schüler der 12. Jahrgangsstufe sammelten mit Lehrer Henner Maas ca. 400 Handabdrücke. <p></p> Klapsing-Reich</p>

Tapetenrollenstücke mit ca. 400 roten Handabdrücken hat der ev. Religionskurs der Jahrgangsstufe 12 nach Berlin geschickt, um mit diesem weltweit anerkannten Symbol gegen die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten zu protestieren.Red Hand Days

Anlässlich des jährlich stattfinden Red Hand Days hat sich der Religionskurs von Pfarrer Henner Maas mit der furchtbaren Situation der Kinderkrieger im Kongo, in Zimbabwe, Kolumbien und anderen Ländern auseinander gesetzt. Das Projekt mündete in einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem die Schüler vor den Osterferien die Jahrgangsstufen 9 bis 12 eingeladen hatten.Rundum gelungenes Engagement

"Die Schüler und Schülerinnen haben selbst Predigt und Fürbitten geschrieben und den Gottesdienst musikalisch einfühlsam begleitet", freut sich Henner Maas über das rundum gelungene Engagement. Anschließend baten die Akteure die jugendlichen Gottesdienstbesucher, mit ihrem roten Handabdruck auf der Tapetenrolle ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu geben. 400 Handabdrücke kamen auf diese Art und Weise zusammen. Ob Angela Merkel sie in ihrem Briefberg entdeckt?

"Wir wissen, dass unsere Aktion nur ein kleiner Schritt ist", räumt Lara Schirmer ein, "aber ein kleines Zeichen ist besser als gar keins", hofft die Schülerin auf viele Nachahmer, die die kleinen Schritte wachsen lassen, auf dass sie schon bald große Spuren zum Wohle der missbrauchten Kinder hinterlassen werden.