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Im Judenbusch wurde der Wald gefegt

Müll beseitigt

DORSTEN Wieder vorzeigbar ist jetzt der "Judenbusch", das Wäldchen rund um den Jüdischen Friedhof am Nordrand der Feldmark. Das war nicht immer so

von Von Klaus-Dieter Krause

, 11.04.2010
Im Judenbusch wurde der Wald gefegt

Gesperrt ist der Judenbusch nur für Fahrzeuge: Sind Bäume und Büsche wieder grün, ist ein Spaziergang in dem vom Müll befreiten Wäldchen eine Freude.

Im Rat hatte es zuletzt Kritik am Zustand des Grünzugs gehagelt, der früher ein von vielen Spaziergängern geschätztes Naherholungsgebiet war. "Völlig zugemüllt", hieß es, "das Erscheinungsbild ist heute katastrophal". Dies sei erst recht nicht zu verstehen, wenn man bedenke, dass in unmittelbarer Nachbarschaft die Stadtgärtnerei ihren Sitz habe.

Die Verwaltung hatte diese Proteste möglicherweise vorausgeahnt. Denn Anfang April, so Pressesprecherin Lisa Bauckhorn, hatte es einen entscheidenden Zuständigkeitswechsel gegeben: "Früher zeichnete sich die Abteilung für Natur- und Landschaftsschutz verantwortlich für den Judenbusch", erläutert die Pressesprecherin, "dort war aber Abteilungsleiter Hans Rommeswinkel ein Häuptling ohne Indianer." Als Einzelkämpfer habe man von dem "Stadtgrün-Planer" nicht erwarten können, nebenbei auch noch den Judenbusch sauber zu halten.Stadtgärtnerei kümmert sich nun

Dadurch, dass nun seit Neuestem sich die Abteilung für Grünanlagen und Friedhofswesen um den Judenbusch kümmert, der auch die Stadtgärtnerei zugeordnet ist, ist jetzt der Judenbusch in den richtigen Händen.

Das kann man jetzt beim Rundgang feststellen. Von Müll weit und breit keine Spur, das Wäldchen ist wieder präsentabel, inbegriffen des kleinen Spielplatzes und des historischen jüdischen Friedhofs. Das noch ein wenig Altholz herumliegt, wird dort der Freude am Maigang keinen Abbruch tun. Denn schließlich ist der Judenbusch kein Park, in dem jeder Grashalm gekämmt wird, sondern ein Wald - und dort soll es vorkommen, dass Äste und Zweige abbrechen.