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Jugendkriminalität: Im Vorfeld mehr tun

DORSTEN Angesichts der derzeitigen Diskussion über das Thema „Jugendkriminalität“ findet der Dorstener Amtsgerichtsdirektor Hermann-Josef Huda einen Aspekt erfreulich: „Dass die Politik überhaupt mal den Blick auf das Jugendstrafrecht richtet.“

von Von Michael Klein

, 22.01.2008
Jugendkriminalität: Im Vorfeld mehr tun

Jugendrichterin Elisabeth Hinkers und Amtsgerichtsdirektor Hermann-Josef Huda.

Die derzeitige politische Auseinandersetzung um die Verschärfung des Strafrechts wollte er in einem Interview mit der Dorstener Zeitung nicht kommentieren. „Es muss bereits im Vorfeld mehr getan werden“, erklärte er.  „Wir brauchen aber eine gute Bildungspolitik.“ Zudem kritisierte er, dass funktionierende Einrichtungen wie Jugendhäuser immer häufiger dem Rotstift zum Opfer fallen.

Elisabeth Hinkers, zuständige Jugendrichterin am Dorstener Amtsgericht, widersprach der Einschätzung, die Jugendkriminalität habe zugenommen: „Einen Anstieg der Fallzahlen können wir im Amtsgericht Dorsten nicht bestätigen.“ Sie lobte in diesen Zusammenhang die Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie Staatsanwaltschaft, Dorstener Polizei und städtische Jugendgerichtshilfe.

Aus ihrer Sicht verbesserungswürdig ist aber eine Computer-Vernetzung unter den jeweiligen Stellen. Die Jugendrichterin beklagte, dass in der Öffentlichkeit zu sehr auf die ausländische Herkunft von Tätern gezielt werde: „Wer ausländerfeindlich eingestellt ist, erhält doch durch die gegenwärtige Situation eine Rechtfertigung für seine Anschauungsweise .“ 

Das vollständige Interview lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der Dorstener Zeitung.

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