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Kampfansage an CDU

Dorsten "Heute geschieht etwas Historisches in Dorsten!" So begrüßte Wilhelm Zachraj am Freitagabend die Teilnehmer einer Gründungsversammlung im Cafe Zipper: "Die Linke" will künftig auch in der Kommunalpolitik eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.

26.08.2007

Bis zu einer Massenbewegung ist es hier aber offenbar noch ein weiter Weg. Nur 21 der insgesamt 50 Dorstener Parteimitglieder waren bei der offiziellen Verschmelzung von WASG und Linkspartei zu einer organisatorischen Einheit dabei.

Feurige Rede

Dadurch ließ sich jedoch "Taufpate" und Referent Hüseyin Aydin nicht beirren. Der Bundestagsabgeordnete der Linken aus Duisburg legte sich bei seinem Vortrag ins Zeug, als spräche er vor Hunderten von Parteigenossen. Lautstark, feurig und kämpferisch legte der Gewerkschaftssekretär und frühere Sozialdemokrat in seiner 45-minütigen Rede dar, was aus seiner Sicht die Gründung der Linkspartei zwingend erforderlich mache. Er skizzierte eine Wandlung Deutschlands vom Sozialstaat zur Ellenbogengesellschaft bis hin zu einem neoliberalen Land, "in dem sich die Beschäftigten in den Betrieben ducken wie die Mäuse und fast alles hinnehmen, was ihnen die Arbeitgeber zumuten". Bei seiner Schuldzuweisung stand vor allem das Kabinett Schröder in der Kritik: "Nach nur zwei hoffnungsvollen Jahren kam das Blair-Schröder-Papier und beschleunigte eine Entwicklung, nach der heute 60 bis 70 Prozent der SPD-Abgeordneten nur noch die Interessen des Kapitals vertreten - die SPD hat das Soziale abgelegt."

Starker Zuwachs

Gerade deshalb, so Aydin, verzeichne "Die Linke" starken Mitgliederzuwachs und liege in Umfragen schon bei 6 %: "Bis 2010 werden es 10 % sein." Für Dorsten gab der Redner als Ziel aus, "die Herrschaft der CDU zu brechen" und dazu ausdrücklich auch Wähler der Christdemokraten anzusprechen und zu überzeugen. Aydin: "Mit Elan, Wut und starker Arbeit schaffen wir es, mit einer starken Fraktion in den Dorstener Rat einzuziehen." kdk

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