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Keine stille Nacht

Hervest "Ich bin nun einmal kein Sönke Wortmann." Bei diesem Vergleich geht es Maik Große Lochtmann nicht um das Können, sondern um den Bekanntheits-Grad.

26.10.2007

Dabei ist der 32-Jährige ein Multitalent. Drehbuchautor, Aufnahmeleiter beim WDR und Regisseur darf er sich in den Lebenslauf schreiben. Momentan hat Lochtmann, der in Hervest wohnt, eine Menge Stress. In Recklinghalausen laufen die letzten Vorbereitungen für seinen Weihnachts-Kurzfilm "Königin der Nacht". Und die bringen den Filme-Macher momentan bezeichnenderweise um den Schlaf. Im Vorfeld galt es nämlich Technik zu beschaffen, die Rollen zu besetzen und die geeigneten Drehorte zu finden. Das alles ist jetzt vollbracht, nur ein wenig Kapital fehlt noch. Dafür sucht der 32-Jährige händeringend nach Sponsoren. Eben weil er noch nicht so bekannt ist.

Die Filmstiftung NRW hat er bereits angeschrieben, wenn diese ihm einen Zuschuss genehmigt, sind "alle Probleme vom Tisch". Allerdings wird das erst am 31. Oktober entschieden, Drehbeginn ist aber schon am 10. November. "Egal wie sich die Stiftung entscheidet, wir lassen uns jetzt nicht mehr abbringen und drehen auf jeden Fall". Elf Tage lang stehen dann die beiden Hauptdarsteller vor der Kamera. Dafür konnte Lochtmann zwei echte "Hochkaräter gewinnen, die vom Script so überzeugt waren, dass sie wie alle Beteiligten auf Gage verzichteten.

Eckhard Preuß hat in Produktionen wie "Wo ist Fred?" - an der Seite von Til Schweiger und Jürgen Vogel -, "Aus der Tiefe des Raumes" oder "Alarm für Cobra 11" mitgewirkt. Julia Koschitz ist bekannt aus dem Kinofilm "Shoppen", in der Serie "Allein unter Bauern" (Sat 1) hat sie die Hauptrolle neben Christof M. Orth.

Streit um DVD?s

Preuß und Koschitz spielen in "Königin der Nacht" ein junges Ehepaar aus Recklinghausen, das mit seinen beiden Kindern ein scheinbar perfektes Leben führt. Doch einen Tag vor Heiligabend gibt es Streit. Die Frau findet die Erotik-DVD-Sammlung ihres Mannes. Als "Racheakt" beichtet die Frau einen Seitensprung. Der Mann flüchtet daraufhin aus dem Haus und irrt ziellos durch die Recklinghäuser Nacht.

Heraus kommen soll ein Kurzfilm, der allerdings nicht für das große Publikum gedacht ist. "Wir werden ihn auf diversen Festivals vorstellen", erklärt Lochtmann, der dabei vor allem auf Preise und Stipendien aus ist. Mit diesen möglichen Zuschüssen könnte er dann mit seiner Firma "leuchtfeuer film creativeworxx" ein weiteres Projekt realisieren. Der Hervester arbeitet nämlich schon seit langer Zeit an einem 110-minütigen Road Movie, das ebenfalls im Ruhrgebiet spielt. Vielleicht werden dann auch ein paar Szenen in Dorsten gedreht. Und vielleicht wird Lochtmann irgendwann so bekannt sein wie Sönke Wortmann.

Daniel Maiß

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