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Kenntnis über Sachsen sollte hier noch wachsen

05.10.2007

"Hai - was für'n Ding? Nie gehört!" Zugegeben, meine Zufallsumfrage in der Fußgängerzone hatte nur Stichproben-Charakter. Dafür habe ich mich jedoch bemüht, alle Altersgruppen zu berücksichtigen. Als aber auch dem siebten Befragten der Name von Dorstens sächsischer Partnerstadt Hainichen nicht einfallen wollte und nur drei der sieben überhaupt wussten, dass Dorsten auch innerhalb Deutschlands eine Städteehe pflegt, gab ich entnervt auf.

Immerhin war die Partnerkommune in den vergangenen 18 Jahren recht häufig Zeitungs-Thema, auch wenn dies in letzter Zeit nicht mehr so oft der Fall war wie in den Anfangsjahren. Aber für Hainichen gilt offenbar, so bitter das für die Befürworter der Partnerschaft und den Freundeskreis auch sein mag: Was den Leser nicht sonderlich interessiert, das merkt er sich auch nicht.

Selbst wenn unsere innerdeutsche Städteehe also bei einer Vielzahl der Bürger in Vergessenheit geraten sein sollte, müssen Rat und Bürgermeister den Namen der Partnerkommune unbedingt im Gedächtnis behalten. Denn Freunde in der Not kann man immer brauchen - vor allem, wenn sie gut betucht sind.

Das ist ja das Paradoxe: Trotz Strukturwandel und Steuerausfällen musste Dorsten Jahr für Jahr Millionen für den Aufbau Ost überweisen. Was zur Folge hat, dass manche ostdeutsche Stadt schon gar nicht mehr weiß, wie sie das viele Geld sinnvoll investieren soll.

Ein großzügiges Kreditangebot aus Hainichen, gegen angemessene Zinsen, versteht sich, ist also womöglich nur eine Frage der Zeit. Dabei sollten die Dorstener auf das Kleingedruckte des Vertrages achten. Denn sonst steht eines Tages auf unseren Ortseingangs-Schildern: Dorsten - westfälisches Lehen der Sachsenmetropole Hainichen. Ei verbibsch!

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