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Kirche bewegt

Bottrop/Kirchhellen Unter dem Motto "Kirche bewegt" feiern die beiden Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen am 25. August ihr 100-jähriges Bestehen.

16.08.2007

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht ein Festgottesdienst um 15 Uhr auf dem Bottroper Rathausplatz (Ernst-Wilczok-Platz). Die Festpredigt hält der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW), Alfred Buß.

Gemeinsames Singen

Bereits um 14 Uhr öffnen zahlreiche Marktstände der Kirchengemeinden, kirchlicher Gruppen und Einrichtungen sowie der Diakonischen Werke beider Kirchenkreise, anschließend wird ein gemeinsames Singen angeboten.

Um 16.30 Uhr beginnt ein Musikprogramm mit den "Martin-Gospel-Singers" und der Trommelgruppe der Bottroper Martinskirche. Ein Kinderprogramm ist ebenfalls vorgesehen.

Um 18 Uhr ist die Zukunft der Region Thema einer Talk-Runde in der Bottroper Martinskirche. Unter dem Titel "Und sie bewegt sich doch" diskutieren Präses Alfred Buß, die Marler Bürgermeisterin Uta Heinrich, Dr. Josef Hülsdünker, DGB-Vorsitzender Region Emscher-Lippe, Dr. Martin Grimm, Thyssen-Krupp Real Estate und Franz Xaver Ohnesorg, Intendant der Klavier-Festspiele Ruhr. Die Moderation übernimmt der Journalist Vassilios Psaltis.

Der Kirchenkreis Recklinghausen wurde am 11. Juni 1909 in Bottrop gegründet. 1961 gingen aus ihm die beiden heutigen Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen hervor. In den vergangenen Jahren wurde die gute Nachbarschaft zu einer stabilen und verlässlichen Partnerschaft in einem gemeinsamen Gestaltungsraum ausgebaut.

"Wir brauchen mehr Bewegung", das sei auch eine Botschaft der Kirche und des Glaubens, erklären die beiden Superintendenten Detlef Mucks-Büker (Gladbeck-Bottrop-Dorsten) und Peter Burkowski (Recklinghausen) das Motto der Jubiläumsfeier.

Allerdings sei damit nicht das Streben nach immer schneller, hektischer und ungerechter gemeint, sondern die Besinnung auf Gottes bewegende Lebensbotschaft. Bewegte und bewegende Menschen seien früher wie heute der Schatz der Kirche. Man sei dankbar für alle Menschen, die durch ihren Einsatz und ihre Zeit die Evangelische Kirche in der Region mitgestaltet haben und dies bis heute tun.

Suche nach Botschaft

Auch im dritten Jahrtausend suchten die Menschen die frohe Botschaft des Evangeliums. "Mit ihr können sie mutig leben und sich allen rasanten Veränderungen hoffnungsvoll stellen", sind sich die Superintendenten sicher.

Die Geschichte der evangelischen Christen in der Region beginnt zwar mit der Reformation, die Mitte des 16. Jahrhunderts das Vest Recklinghausen erreichte, doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich Evangelische in Dorsten und Recklinghausen an. 1847 wurde mit der Gustav-Adolf-Kirche das erste evangelische Gotteshaus in Recklinghausen gebaut, 1854 gab es erste evangelische Gottesdienste in Dorsten.

Nachdem die Region 1873 zunächst dem Kirchenkreis Münster zugeordnet worden war (900 Evangelische), wurde 1907 in der Bottroper Martinskirche der Kirchenkreis Recklinghausen gegründet (61.000 Gemeindeglieder). 1958 gab es in 22 Gemeinden des Kirchenkreises 230.000 Gemeindeglieder und 40 Bergwerke.

Heute leben in beiden Kirchenkreisen ungefähr 188.000 Evangelische Christen.

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