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Kleine Gesten bereiten große Freude

10.10.2007

Rhade Oft sind es die kleinen Gesten, die besonders große Freude bereiten. "Wenn sie sich mit einem Winken verabschiedet, ist das ein schönes Gefühl." Agnes Grömping fühlt sich jedes Mal gut, wenn sie die von ihr betreute Patientin verlässt. Die Rhaderin ist eine von sechs Ehrenamtlichen, die am Besuchsdienst für Schlaganfall-Patienten teilnehmen.

Vor sechs Wochen fanden die ersten Besuche statt, nun hat sich die Gruppe gestern zum ersten Mal im Carola- Martius-Haus in Rhade zur Reflexion getroffen. Mit dabei sind auch die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen Sabine Cremer und Anneliese Löbbing sowie Gemeinde-Pfarrer Heinz Bruder. Der erzählt von den Anfängen: "Die Patienten kommen alle aus Rhade, wir haben im Vorfeld die Angehörigen befragt, ob es überhaupt Interesse an einem Besuchsdienst gäbe." Gab es, mittlerweile werden vier Schlaganfall-Patienten betreut, weitere sollen folgen. Jeder der sechs Ehrenamtlichen wird sich dann um einen Fall kümmern. "Dabei geht es nicht um Pflege, der Mensch hat nun einmal noch mehr Bedürfnisse als nur sauber zu sein", so Bruder weiter. In geregelten Zeitabständen sollen die Ehrenamtlichen die Patienten besuchen, mit ihnen reden, ihnen zur Seite stehen. Wie oft das ist, das entscheiden die Ehrenamlichen in Absprache mit den Betroffenen, auf die dabei keine Kosten zukommen.

Zertifikat

Das geht natürlich nicht ohne Vorbereitung. Insgesamt zwölf Stunden lang wurden die Ehrenamtlichen geschult. Zum Abschluss gab es ein Zertifikat. "Ich hatte mehrfach von diesem Projekt gelesen. Beim dritten Mal habe ich dann gedacht: Die meinen dich. Du hast ja genug Zeit", erinnert sich Gerti Harde an ihre Beweggründe. Andere sind persönlich betroffen. "Ich kümmere mich momentan um meine Tante", erzählt Maria Hellermann.

Im Gesprächskreis werden Probleme, Fortschritte und Erfahrungen ausgetauscht. "Man darf nicht vergessen, dass ein Schlaganfall unterschiedliche Auswirkungen hat", betont Bruder. So hat die Patientin von Agnes Grömping starke Sprachprobleme. "Aber es gibt ja noch viel mehr Möglichkeiten, sich zu verständigen", so Bruder. Ein Winken, zum Beispiel. DM

Wer Interesse am Besuchsdienst hat, kann sich im Gemeindehaus unter Tel. 91 87 13 oder bei Annelie Löbbing (Tel. 91 87 60) informieren

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