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Kradfahrer bretterte mit 104 km/h über Unfallschwerpunktstrecke

Marienthaler Straße

SCHERMBECK Die Marienthaler Straße gilt als Unfallschwerpunkt. Insbesondere Motorradfahrer haben hier ihr Leben gelassen. Auf der kurvenreichen Straße gilt mittlerweile Tempo 50 km/h. Die Kreispolizei kontrollierte hier am Sonntag schwerpunktmäßig.

von Von Helmut Scheffler

, 18.04.2010
Kradfahrer bretterte mit 104 km/h über Unfallschwerpunktstrecke

Die Polizei im Gespräch mit Bikern, die zu schnell auf der Marienthaler Straße unterwegs waren.

Prompt tappte ein 48-jähriger Kradfahrer aus Bottrop in die Falle: Mit 104 Stundenkilometern wurde der Mann geblitzt. Dafür büßt er jetzt für einen Monat seinen Führerschein ein, muss eine satte Geldstrafe zahlen und erhält zudem noch ein paar Punkte auf seinem Flensburger Konto. Zu Beginn der Motorradsaison hatte sich die Kreis Weseler Polizeibehörde den  sonnigen Sonntag ausgesucht, um auf der Marienthaler Straße (L 401), einer bekannten Unfallstrecke, unter Leitung des Hauptkommissars Helmut Kleffner einen mehrstündigen Einsatz durchzuführen. Als im Jahre 2005 auf dieser Straße fünf Motorradfahrer ums Leben kamen, wurde die Geschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt. Als im Jahr darauf dennoch fünf Tote zu beklagen waren, beschloss die Polizeibehörde in Abstimmung mit der Bezirksregierung eine Begrenzung auf 50 km/h. Das wirkte sich sehr positiv aus. In den Jahren 2007 und 2008 wurde kein Toter registriert, und im Jahre 2009 gab es erstmals auch keinen Unfall, an dem ein motorisierter Zweiradfahrer beteiligt war.Kurvenreiche Strecke Die kurvenreiche Strecke der Marienthaler Straße darf inzwischen vom Postweg bis etwa 400 Meter vor der Straße „Am Uhlensturz“ nur mit 50 km/h befahren werden. Das passt vielen Motorradfans nicht so recht in die Planung. Bereits innerhalb der ersten Stunde waren elf von ihnen im Anzeigenbereich für ein anstehendes Ordnungswidrigkeitsverfahren registriert worden.   Statt an der etwa 400 Meter entfernten Kontrollstation kleinlaut ein Fehlverhalten einzuräumen, war von manchen Bikern lautstarker Protest zu vernehmen, besonders dann, wenn nicht nur ein stattlicher Geldbetrag im Raum stand, sondern auch noch Punkte in der Verkehrssünder-Datei beim Kraftfahrzeug-Bundesamt in Flensburg. Goldhochzeitspaar war zu schnell Pech hatte auch ein Ehepaar aus dem Märkischen Kreis, das sich den Tag der Goldhochzeitsfeier sicher anders vorgestellt hatte.. Auf dem Weg zur Marienthaler Kirche, wo die Trauung vor 50 Jahren erfolgte, wurden die Eheleute mit 76 km/h ermittelt: Das macht inklusive Verwaltungskosten 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Man sah dem ermittelten Beamten seine Betroffenheit bei der Aushändigung der Quittung an....