Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Krasses Rauchverbot

Dorsten Sie maulen. Oder sie zicken. Doch es hilft alles nichts: Ab heute dürfen Jugendliche unter 18 Jahren keine Zigaretten mehr in der Öffentlichkeit rauchen. Außerdem dürfen Tabakwaren nicht an sie verkauft werden.

31.08.2007

"Klar, dass die Jugendlichen das nicht toll finden. Etliche haben schon gesagt: Dann gehen wir eben nach draußen, aber selbst dort dürfen sie nicht mehr rauchen", schildert der Dorstener Jugendsozialarbeiter Sven Werk Reaktionen aus Kreises der Kids.

Rechtzeitig vor Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens am heutigen Samstag haben die Sozialarbeiter im Treffpunkt ihre jungen Besucher auf die Änderungen hingewiesen. "Das Gesetz ist zunächst einmal restriktiv für Jugendliche ausgelegt", weiß Sven Werk. Heranwachsenden unter 18 Jahren soll es so schwer wie möglich gemacht werden, an Glimmstängel zu kommen. Am besten fangen sie gar nicht erst damit an, meinen die Vertreter der Drogenberatungsstelle Vest und die Beratungslehrer an Dorstener Schulen. Sie treffen sich regelmäßig in Arbeitskreisen, um Präventivprogramme an Schulen abzustimmen.

Gewappnet

Denn wer frühzeitig gegen die Versuchung zu quarzen gewappnet wird, fängt in der Regel erst gar nicht an zu qualmen. Begeistert sind die schon süchtigen jungen Raucher unter 18 Jahren von der Neuregelung nicht. "Rauchen hat auch was damit zu tun, dass die Kids zeigen wollen, wie erwachsen sie schon sind oder dass sie in der Gruppe mithalten möchten."

Das weiß auch die sozialpädagogische Fachkraft Daniela Weiske vom Jugendtreff Rottmannshof in Wulfen. Hier herrscht eh schon ein striktes Rauchverbot in den Räumen. "Daran müssen sich auch die Mitarbeiter halten. Das Rauchverbot haben wir vor allem zum Schutz der Kinder eingeführt, die sich tagsüber hier aufhalten", erzählt Weiske. Vorbildlicher Passivraucherschutz also, der aber am heutigen Samstag auch noch auf das Außengelände des Hauses ausgedehnt wird. "Wir ziehen das konsequent durch", versichert Weiske. Natürlich weiß auch sie, dass die Jugendlichen alles andere als erfreut über das Verbot sind. "Trotzdem werden sie wohl weiter zu uns kommen", meint Daniela Weiske.

Im Treffpunkt Altstadt gilt ein absolutes Rauchverbot auch für über 18-Jährige im Haus bei Abendveranstaltungen erst ab 1.1.2008. Dann greift das neue Nichtraucherschutzgesetz rigoros durch und schiebt dem blauen Dunst in öffentlichen Einrichtungen einen Riegel vor. eng

Lesen Sie jetzt