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Kreisveterinäramt untersucht Hundeattacke

Angriff von Mini-Bullterrier

WULFEN Ein, zwei Zentimeter entscheiden wohl darüber, welche Konsequenzen die Hundeattacke in Wulfen-Barkenberg haben wird, bei der zwei Menschen und ein zweiter Hund verletzt wurden.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 12.04.2010
Kreisveterinäramt untersucht Hundeattacke

Mini oder Nicht-Mini? Der bissige Bullterrier wird jetzt "vermessen".

Wie berichtet hatte sich ein Mini-Bullterrier auf einen angeleinten Hund gestürzt, ihn durch Bisse in den Hals schwer verletzt und auch den Hundehalter sowie seinen Begleiter gebissen. Der vierbeinige Angreifer soll, so hieß es gestern, zur Überraschung seiner 39-jährigen Besitzerin blitzschnell aus der Wohnung geschossen sein, nachdem es geklingelt hatte und die Tür geöffnet wurde.Halter müssen sich doppeltem Test stellen

Welche Folgen dieser fatale Ausflug für Hund und Besitzerin hat, hängt davon ab, wie "mini" der Mini-Bullterrier tatsächlich ist. Das Kreisveterinäramt wird jetzt genau nachmessen. Der Hund war nach Auskunft der Stadt noch nicht ausgewachsen, als er nach Wulfen kam. Seine Inhaberin habe ihn als "normalen" Hund bei der Stadt gemeldet, womit er mit 5303 weiteren Vierbeinern in zahlreicher Gesellschaft wäre.Überschreitet seine Risthöhe ein bestimmtes Maß, wie es in den Richtlinien für gefährliche Hunderassen verankert ist, dann gilt er jedoch hochoffiziell als Bullterrier. Und damit würde er die Zahl der in Dorsten gemeldeten 67 sogenannten Kampfhunde erhöhen, für die nicht nur erheblich mehr Hundesteuer gezahlt werden muss, sondern deren Halter sich auch einem doppelten Test stellen müssen.Der Hund ist im Tierheim

Lisa Bauckhorn, Pressesprecherin der Stadt: "Wer einen gefährlichen Hund halten will, muss dies beim Kreisveterinäramt in Recklinghausen genehmigen lassen, wo Fachleute sich den Hund anschauen. Unser Ordnungsamt prüft dann zusätzlich die Gegebenheiten vor Ort, unter anderem müssen die Halter ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen."

Vorerst ist der Hund in sicherem Gewahrsam. Ob er nach Wulfen zurück darf oder im Tierheim bleiben muss, entscheidet der Kreis.